Ärzte im Dritten Reich
Ärztinnen und Ärzte traten im Dritten Reich in verschiedenen Rollen auf – als Täter, Mittäter, Mitläufer und Opfer – einige wenige leisteten Widerstand. Bei einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am 28. März um 19.00 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart diskutieren renommierte Experten, wieso gerade die zum Heilen berufenen Ärzte zu Mördern werden konnten.
Nach einer Begrüßung durch die Veranstalter (Landesärztekammer Baden-Württemberg, Haus der Geschichte und „Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.“) führen zwei Vorträge zunächst in die Thematik ein: Dr. Susanne Rueß, Ärztin und Autorin „Stuttgarter Jüdische Ärzte“, berichtet über jüdische Ärzte als Opfer, während Thomas Stöckle, Leiter der Gedenkstätte Grafeneck, über Euthanasie-Ärzte informiert. Anschließend diskutieren Prof. Dr. Robert Jütte (Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung), Dr. Karl-Horst Marquart (Mitglied des deutschlandweiten Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation), Dr. Robin Maitra (Mitglied der Arbeitsgruppe zur NS-Vergangenheit bei der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg) und Hans-Joachim Lang (Journalist und Autor) unter Einbeziehung des Publikums. Die Moderation des Abends übernimmt Eggert Blum von SWR 2. Der Eintritt ist frei; Anmeldung erbeten unter Telefon 0711-212-3989.
Weitere Infos: www.hdgbw.de
letzte Änderung am 11.01.2012

