Wie kommt es zum Zwerchfellbruch?

Das Zwerchfell trennt die Brusthöhle vom Bauchraum. Beim Zwerchfellbruch sind Teile des Magens in die Brusthöhle gelangt. Das Zwerchfell ist hierbei nicht "gebrochen", sondern im Bereich der für den Durchtritt von Speiseröhre und Gefäßen anatomisch vorgegebenen Lücke kann sich aufgrund von Bindegewebsschwäche oder länger andauernder Erhöhung des Drucks im Bauchraum - beispielsweise durch Schwangerschaft oder Fettleibigkeit - die Lücke vergrößern. Damit gelangt unter Umständen auch Magengewebe nach oben. 

Dies kann zu Schmerzen führen, die besonders nach dem Essen oder im Liegen durch den Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre entstehen, die Symptome sind dann häufig die gleichen wie bei der Refluxkrankheit. Deren Folge kann eine chronische Entzündung der Speiseröhre sein, die eine häufige Ursache für die Entwicklung von Speiseröhrenkrebs ist. Auch eine Einklemmung der Magenwand in der Zwerchfelllücke kann schmerzhaft sein. - Zwerchfellbrüche finden sich bei etwa einem Viertel aller Menschen über 50 Jahren.

Bei einer Magenspiegelung oder einer Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel können die Lage von Speiseröhre und Magen dargestellt und eventuell refluxbedingte Schleimhautveränderungen nachgewiesen werden. Bei leichten Beschwerden der chronischen Refluxkrankheit behandelt man mit Medikamenten. Wenn der Zwerchfellbruch stark ausgeprägt ist und entsprechend große Beschwerden bereitet, kann durch eine Operation die anatomische Lücke wieder verkleinert und damit der Verschlussmechanismus am Mageneingang wieder hergestellt werden. Diese Operation kann ggf. auch sehr schonend im Rahmen der "Schlüsselloch-Chirurgie" durchgeführt werden.

letzte Änderung am 19.12.2005

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