Gesundheitsgefahren durch Weichmacher?

Weichmacher sind Stoffe, die spröden Materialien zugesetzt werden, um sie weich, biegsam oder dehnbar zu machen, damit sie einfacher zu bearbeiten sind oder bestimmte Gebrauchseigenschaften erreichen. Sie sind in großen Mengen in Kunststoffen, Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln, Dichtungsmassen, Kautschuk- und Gummi-Artikeln sowie in Klebstoffen enthalten. Auch bei der Textilveredlung spielen weichmachende Substanzen eine Rolle, um die Griffigkeit und Geschmeidigkeit zu verbessern. 

Einen Großteil der Weichmacher findet man heute in PVC, aber auch in Lebensmittelverpackungen, in Textilien, in Körperpflegemitteln wie Shampoos, in Klebstoffen, Farben und Lacken. - In verschiedenen Spielzeugen haben Fachleute solche Weichmacher entdeckt, die als Zusatz für Spielwaren verboten sind, sodass weltweite Rückrufaktionen dieser Spielwaren vorgenommen werden mussten. Weichmacher können ausgewaschen oder abgerieben werden, in Luft oder Wasser austreten, sinken zu Boden und sammeln sich in Lebensmitteln. 

Deshalb atmen wir sie ein, haben sie auf der Haut oder essen sie sogar. Weichmacher sind sehr gesundheitsgefährdend: Sie greifen in den Hormonhaushalt des Menschen ein und können damit Folgeprobleme auslösen. Internationale Expertenkommissionen sehen einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Weichmachern und der zunehmenden Probleme von Infertilität beim Menschen. Weichmacher stehen außerdem in Verdacht, innere Organe wie Leber und Nieren zu schädigen. Der Appell an die Industrie, möglichst keine Weichmacher zu verwenden, ist im Interesse der Zukunft einer gesunden Menschheit berechtigt.

letzte Änderung am 13.09.2007

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