Syringomyelie

Die Syringomyelie ist eine Erkrankung des Rückenmarks. Meist in der grauen Substanz des Rückenmarks bilden sich ein oder mehrere in der Regel längliche mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume (Syrinx), die die umliegenden Rückenmarkstrukturen verdrängen. Diese Syrinx bilden sich in der Regel im Hals- und Brustmark. Ursächlich ist häufig eine mehr oder minder stark ausgeprägte Behinderung der Zirkulation des Nervenwassers.

Es besteht nach heutigem Wissensstand kein Zusammenhang zwischen Größe, Anzahl oder Lage der Syrinx einerseits, und Schwere der Erkrankung bzw. Ausprägung und Art der Beschwerden andererseits. Diese können individuell sehr unterschiedlich sein. Viele Betroffene leiden u.a. unter stärksten, neuropathischen Schmerzen, Kribbeln, Lähmungen, Muskelschwächen mit oder ohne Atrophien, Blasen- und / oder Darminkontinenz bzw. –Entleerungsstörungen, Erschöpfungszuständen, Temperaturwahrnehmungs-, Sensibilitäts-, Gang- und Koordinationsstörungen, etc.

Die Gründe, die zur Behinderung der Nervenwasserzirkulation führen können, sind vielfältig. Beispielsweise können Tumore, Bandscheibenvorfälle, Unfälle mit Beteiligung der Wirbelsäule, Entzündungen der Rückenmarkshäute oder auch Fehlbildungen, z.B. die Chiari Malformation, dafür verantwortlich sein.

Die Chiari Malformation ist meist eine embryonale Entwicklungsstörung, bei der in der hinteren Schädelgrube nicht genügend Platz für einige hintere Hirnanteile (Kleinhirn, Kleinhirntonsillen) ist. Aufgrund dieses Platzmangels suchen sich diese einen neuen Ort, den Übergang zwischen Schädel und Wirbelsäule. Durch das so genannte Hinterhauptsloch ragen die verdrängten Hirnanteile in den Rückenmarkskanal.

letzte Änderung am 16.02.2012

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