Wohin zur Schönheitsoperation?

Schönheitsoperationen sind in Deutschland mittlerweile fast schon so alltäglich wie der Gang zum Friseur. Wenn in Fernsehshows oder Radiosendungen Brustvergrößerungen oder Stupsnasen verlost werden, dann ist das aus ärztlicher Sicht aber äußerst fragwürdig.

So genannte schönheitschirurgische Eingriffe boomen, und sie sprechen gerade in letzter Zeit Kinder und Jugendliche als Zielgruppe an. Früher wurden höchstens abstehende Ohren oder Hasenscharten korrigiert, heute werden schon zehn Prozent aller ästhetisch-plastischen Operationen an unter 20-jährigen vorgenommen.

Dieser Trend wird durch Fernsehsendungen verstärkt, die dem Zuschauer vorführen, wie sich jeder nach Wunsch Nase, Kinn, Brust oder Beine durch einen chirurgischen Eingriff verändern lassen könnte. Die Risiken derartiger Eingriffe werden aber kleingeredet und der Eindruck verstärkt, dass eine Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes komplikationsfrei möglich sei.

Während früher sogenannte schönheitschirurgische Eingriffe nur gelegentlich und möglichst unbemerkt von der Öffentlichkeit durchgeführt und selbst bezahlt wurden, wird heute in den Medien eine Scheinrealität konstruiert, die Schönheitsoperationen zu einem erstrebenswerten Gut werden lassen und sie als Kassenleistung wegen psychischer Folgen durch Inakzeptanz der eigenen Person konstruiert. Gerade Jugendliche mit ihren pubertären Identifikationsproblemen sind diesen Botschaften in besonderer Weise ausgesetzt und können häufig die Risiken und Folgen nicht richtig einschätzen.

Schönheitsoperationen sind Operationen mit Narkose und allen daraus möglichen Gefahren. Wer einen schönheitschirurgischen Eingriff in Erwägung zieht, sollte sich an Fachärzte (für Plastische Chirurgie und Fachärzte mit der Zusatzweiterbildung Plastische Operationen) wenden, die über die notwendige Qualifikation verfügen.

letzte Änderung am 01.12.2004

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