Hilfe bei Schluckauf?

Schluckauf entsteht durch rhythmisches Zusammenziehen des Zwerchfellmuskels, was willentlich nicht beherrscht werden kann. Meistens ist Schluckauf eine harmlose, rasch wieder vorübergehende Erscheinung, die zahlreiche Ursachen haben kann: Typisch ist eine Dehnung des Magens durch zu reichliches oder durch zu rasches Essen, Luftschlucken oder das Trinken kohlensäurehaltigen Getränks. Ein plötzlicher Temperaturwechsel in der Speiseröhre kann den Schluckauf auslösen, etwa durch den Verzehr sehr kalter oder sehr heißer Speisen. Außerdem können psychische Faktoren, wie plötzliche Erregung oder emotionale Belastung, einen Schluckauf auslösen. - Bei Säuglingen kann die mit dem Fläschchen geschluckte Luft, wenn kein "Bäuerchen" erfolgt ist, über einen Schluckauf entweichen.

Ernst zu nehmen ist der Schluckauf dagegen, wenn er gehäuft oder länger andauernd bei Erwachsenen auftritt, denn er kann auch Begleitsymptom schwerer Erkrankungen sein. Zu nennen sind beispielsweise Erkrankungen der Speiseröhre, der Leber, der Galle sowie des Pankreas. Außerdem kann der Schluckauf auf psychische Erkrankungen zurückgehen und im Zusammenhang mit Neurosen oder ebenso begleitend zur Magersucht auftreten.

Willentlich beenden lässt sich der Schluckauf leider nicht. Allerdings gibt es zahllose Empfehlungen wie "Luft anhalten", "etwas trinken" oder "den Betroffenen erschrecken". Nachweise, dass solche Maßnahmen effektiv und immer wieder greifen, gibt es bislang nicht. Es gibt einige Medikamente, die manchmal helfen. Gemeinsam mit den Arzt muss in schweren Fällen, beispielsweise bei Dauerschluckauf, ausprobiert werden, welches Präparat hilfreich ist.

letzte Änderung am 19.12.2005

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