Wie kommen die Salmonellen ins Speiseeis?

85 Prozent des Speiseeises, das die Deutschen verzehren, wird industriell hergestellt, der Rest entsteht in Eisdielen. Die Lebensmittelbehörden kontrollieren Produzenten und Cafés streng. Eis bietet einen idealen Nährboden für Mikroorganismen, insbesondere für Salmonellen, und besonders bei heißen Außentemperaturen kann die Gefahr steigen.

Salmonellen sind in unserer Umgebung überall, und vor allem Milchprodukte sind ihr Lieblingsaufenthaltsort. Daher muss nicht nur die Herstellung unter hygienischen Bedingungen stattfinden, sondern auch der Aufbewahrungsort und die Kühlung perfekt abgesichert sein. Salmonellen können leichte bis schwere Erkrankungen mit Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber und Erbrechen verursachen. Diese "infektiöse Darmerkrankung" wird häufig auch als "Lebensmittelvergiftung" bezeichnet. Die Infektion erfolgt fast immer durch den Verzehr von salmonellenverunreinigten Lebensmitteln. Die Verunreinigungen können bereits bei der Herstellung durch mangelnde Hygiene entstehen oder aber, wenn beim Transport die Kühlkette unterbrochen wird.

Nach dem Genuss verunreinigter Lebensmittel setzen die Salmonellen ihr Gift im Magen-Darm-Trakt frei. Die typischen Folgen wie Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen, Durchfall sind nach 12, spätestens 24 Stunden deutlich spürbar. Weitere zwei bis drei Tage später klingen die Beschwerden in der Regel wieder ab.

Zum Schutz vor Erkrankungen sollte man als Verbraucher folgende Regeln beachten: Kaufen Sie nur einwandfrei verpacktes Fertigeis aus einer gut funktionierenden Kühltruhe oder bei der Eisdiele Ihres Vertrauens. Frieren Sie aufgetautes Eis nicht wieder ein. Das gilt auch dann, wenn das Eis schon beim Heimtransport geschmolzen ist, denn bereits aufgetautes Eis ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Selbstgemachtes Speiseeis gehört deshalb sofort ins Gefrierfach und darf maximal drei Tage aufbewahrt werden. Wenn Sie Eis einfrieren, tötet dies die Bakterien nicht.

Zum Schluss noch ein Tipp, der dem Genuss dient: Nehmen Sie das Eis etwa fünf bis zehn Minuten vor dem Verzehr aus dem Gefrierfach. Dann lässt es sich nicht nur besser portionieren, es schmeckt auch besser.

letzte Änderung am 04.07.2005

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

Hier finden Sie verkehrsmedizinisch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte.