Was ist die Ross-Operation?

Etwa fünf Prozent aller Kinder mit einem angeborenen Herzfehler leiden unter einer Aortenklappenstenose, einer Verengung der Herzklappe zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader. Dann findet hier das mit Sauerstoff angereicherte Blut nur mühsam den Weg in den Hauptkreislauf zur Versorgung des ganzen Körpers. Je nach Schweregrad der Verengung kommt es dann zu Störungen in der körperlichen Entwicklung, der Leistungsfähigkeit und des Allgemeinbefindens der Kinder kommen. Durch den Rückstau in die linke Herzkammer kann es bei körperlicher Anstrengung zu Herzrhythmusstörungen kommen, die in der Folge zur Bewusstlosigkeit führen können.

Vor allem in der Wachstumsphase macht sich die verminderte und gebremste Durchblutung bemerkbar. Häufig benötigen die Betroffenen noch vor Ende des Wachstums einen Ersatz der geschädigten Herzklappe, um weitere Schäden zur verhindern. Diese wird mit der sogenannten Ross-Operation eingesetzt, ein Operationsverfahren, das nach dem Herzchirurgen Donald Ross benannt wurde, der in den 90er Jahren ausgezeichnete Ergebnisse mit diesem Behandlungsverfahren erreichte.

Bei der Ross-Operation ersetzt eine köpereigene Klappe die verengte Aortenklappe. Die Herzklappe zwischen der rechten Herzkammer und der Lungenschlagader entspricht im Aufbau der Aortenklappe, sodass ein körpereigener Ersatz möglich ist. Anstelle der Pulmonalklappe kann ein Implantat eingesetzt werden, weil die Belastung an dieser Stelle nicht so stark ist wie an der Stelle der Aortenklappe. 

Die umgesetzte Pulmonalklappe hat exakt die richtige Größe für den Patienten, sie wächst mit und ist meistens lebenslang haltbar. Die Ross-Operation ist deshalb für Kinder mit Aortenklappenstenose eine gute Lösung, da sie ohne Einschränkungen normal leben und groß werden können.

letzte Änderung am 08.10.2007

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