Was ist das Roemheld-Syndrom?

Direkt unter dem Zwerchfell liegen auf der linken Seite der Magen und Teile des Darms. Enthalten sie viele Gase, sind sie stark aufgebläht und können gegen das Zwerchfell und damit auch auf das über dem Zwerchfell befindliche Herz drücken. Dies führt zum typischen Beklemmungsgefühl, wie es sonst nur bei Angina pectoris auftritt. Der Patient verspürt ein Engegefühl in der Brust, er empfindet Angst, die Atmung wird schnell und flach, der Blutdruck kann abfallen.

Dieses "Roemheld-Syndrom" kündigt sich meist nach einer üppigen, fettreichen Mahlzeit an. Ein "Verdacht auf Herzinfarkt" liegt bei diesen Symptomen nahe - doch trotz der scheinbar dramatischen Situation lässt er sich beim Roemheld-Syndrom nicht bestätigen.

Die Beschwerden sind unangenehm, aber glücklicherweise harmlos und verschwinden mit der voranschreitenden Verdauung von selbst. Insgesamt ist bei den Betroffenen häufig die Darmtätigkeit ein wenig verlangsamt und es besteht eine vermehrte Neigung zur Überblähung von Darmschlingen. Neben einer entsprechenden Ernährung kann das Roemheld-Syndrom mit Medikamenten behandelt werden. Die Betroffenen sollten blähende, fettreiche Speisen (Hülsenfrüchte!) meiden und sich vor allem nach üppigen Mahlzeiten unbedingt bewegen (die Volksweisheit "Nach dem Essen sollst Du ruhn oder 1000 Schritte tun" trifft hier besonders zu). Medikamentös können die Darmtätigkeit vorsichtig angeregt und mit sogenannten "Entschäumern" die Gasblasen aufgelöst werden.

letzte Änderung am 29.10.2002

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