Wie entstehen Nierensteine und was kann man dagegen tun?

Nierensteine sind im Alter zwischen 40 und 60 Jahren am häufigsten, können aber in jedem Lebensalter vorkommen. Sie treten bei Männern etwa doppelt so häufig wie bei Frauen auf; zirka 5% der Bevölkerung sind betroffen.

In den meisten Fällen bestehen Nierensteine aus Mineralsalzen, die auch normalerweise im Urin vorkommen. Steine können entstehen, wenn die Mineralsalze nicht mehr ausreichend in der Harnflüssigkeit gelöst sind, sondern auskristallisieren. Die Ursachen hierfür sind nicht eindeutig geklärt, die Steinbildung wird jedoch durch chronische Harnwegsinfektionen begünstigt. Auch die Gicht und andere Stoffwechselerkrankungen können zur Steinbildung führen, genauso wie eine zu geringe Trinkmenge oder eine einseitige Ernährung.

Der Nierenstein liegt im Nierenbecken, kann aber unter ungünstigen Umständen in den Harnleiter rutschen. Dies ruft starke krampfartige Schmerzen hervor: die Nierenkolik. Die Schmerzen kommen von der Flanke und strahlen in die Leistengegend sowie den Unterbauch aus. Der Urin kann sich dabei blutig verfärben.

Am besten beugt man der Entstehung von Nierensteinen vor, indem man regelmäßig ausreichend alkoholfreie Getränke zu sich nimmt (1,5 bis 2 Liter täglich).

Für die Entfernung von Nierensteinen gibt es, abhängig von Lage und Größe, verschiedene Verfahren. Kleinere Steine, die im unteren Harnleiterdrittel festsitzen, lassen sich häufig mit einer in den Harnleiter geschobenen "Schlinge" bergen. Es besteht auch die Möglichkeit der Steinzertrümmerung mittels Ultraschall ("Lithotrypsie") von außen. Gelingt dies nicht, müssen die Steine ggf. operativ entfernt werden.

letzte Änderung am 29.10.2002

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