Was ist eine Mastozytose?

Im Blut des Menschen gibt es eine Reihe unterschiedlicher Zellen mit unterschiedlichen Aufgaben. Die so genannten roten Zellen transportieren den Sauerstoff, das so genannte weiße Blutbild ist für die Infektabwehr zuständig. Eine Form dieser weißen Zellen sind die Mastzellen; werden sie aktiviert, so setzen sie verschiedene chemische Stoffe frei, um Angriffe vom Körper abzuwehren. 

Wenn über ein bestimmtes Maß hinaus vermehrt Mastzellen entstehen, spricht man von einer Mastozytose. Nehmen Betroffene bestimmte Nahrungsmittel oder Medikamente zu sich, so werden unter Umständen große Mengen der Abwehrstoffe im Körper freigesetzt, und es kommt zu unterschiedlichen Symptomen wie Juckreiz, Hautrötung, Hitzewallung, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Magen-Darm-Blutungen, Nasenbluten, Knochen-, Muskel- und Gelenkschmerzen.

Die Erkrankung ist sehr selten. In manchen Fällen sitzen die Mastzellen in der Haut, vor allem bei Kindern findet man dieses Phänomen. Die Mastozytose kann aber spontan verschwinden; eine Ursache konnte noch nicht geklärt werden. Bei Erwachsenen befällt die Mastozytose eher innere Organe wie Darm, Leber und Milz; hier liegt die Ursache eher in einer genetischen Mutation. 

Eine Mastozytose ist grundsätzlich keine ansteckende Krankheit. Man die Symptome der Erkrankung durch Medikamente lindern, eine Heilung für die Erkrankung gibt es jedoch derzeit nicht. Die akuten Symptome der Mastozytose ähneln teilweise einer schweren Allergie, daher müssen Betroffene immer ein Set mit antiallergisch wirksamen Notfallmedikamenten dabeihaben.

letzte Änderung am 01.03.2007

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