Was ist die dilatative Kardiomyopathie?

Nach einer Erkrankung des Herzmuskels, die eine Schädigung hinterlassen hat, kann eine eingeschränkte Pumpfunktion mit einer Vergrößerung beider Herzhöhlen als Folgekrankheit auftreten. Der Herzmuskels vergrößert sich und wird schlaff. Damit ist die Leistungsfähigkeit vermindert und es kommt zu einer Herzinsuffizienz. Diese "dilatative Kardiomyopathie" ist oft Folge eines Virusinfektes, findet sich aber auch bei sogenannten Autoimmunerkrankungen. Auch jahrelanger Alkoholmissbrauch kann dazu führen.

Eine allgemeine körperliche Leistungsschwäche ist typisch für diesen Zustand. Sie macht sich bemerkbar in Form von Luftnot bei Belastung, z.B. beim Treppensteigen, beim Tragen schwerer Gegenstände, bei fortgeschrittener Erkrankung sogar in Ruhe. Durch die Herzinsuffizienz kommt es auch zu einer Einlagerung von Wasser in den Beinen, in der Lunge oder auch im Herzbeutel.

Der Patient sucht den Arzt wegen des allgemeinen Schwächegefühls auf. Mit einer körperliche Untersuchung, Labortests, der Aufzeichnung eines Ruhe- und Belastungs-EKGs sowie eines Langzeit-EKGs wird die Diagnose gestellt. Eine Herz-Ultraschall-Untersuchung kann das Ausmaß der Herzvergrößerung darstellen.

Es gibt mehrere Medikamente, die den Verlauf der Herzinsuffizienz günstig beeinflussen: Die wichtigsten Arzneien dienen der Unterstützung der Herzleistung sowie dem Ausschwemmen von Flüssigkeit aus dem Körper. Grundbedingung ist gleichzeitig eine Normalisierung des Körpergewichts sowie das Vermeiden von körperlicher Überbelastung. Ein leichtes Training durch Walking hilft dem Herzmuskel aber, sich zu erholen. Schadstoffe (wie Alkohol) die das Krankheitsbild ausgelöst haben, müssen selbstverständlich abgesetzt bleiben. Wenn trotz aller unterstützenden Maßnahmen die Herzleistung weiter nachlässt, kann auch eine Herztransplantation nötig werden.

Unser Surftipp:

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letzte Änderung am 30.07.2003

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