Aktive und passive Impfung, Lebend- und Tot-Impfstoffe: Was sind die Unterschiede?

Grundsätzlich unterscheidet man die aktive und die passive Immunisierung.

Ziel der Impfung ist die Aktivierung des Immunsystems, damit es bei Kontakt mit "echten" Erregern schnell reagieren kann. Verschiedene Seren stehen zur Verfügung:

Lebend-Impfstoffe enthalten Viren oder Bakterien, die sich im Körper weiter vermehren. Sie wurden aber zuvor im Labor so verändert, dass sie einen gesunden Menschen nicht mehr krank machen können. Trotzdem wird sein Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe für eine "echte" Infektion zu bilden. Die Präparate für die kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung gehören beispielsweise in diese Gruppe.

Inaktivierte Impfstoffe enthalten die Erreger oder auch nur einige Bestandteile davon in einer Form, die sich nicht mehr weiter vermehren kann. Ein Beispiel hierfür ist die Grippe-Schutzimpfung, die zur Zeit durchgeführt wird und besonders Personen über 60 Jahren und chronisch Kranken zu empfehlen ist.

Bei einer passiven Immunisierung wird nicht das Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe zu bilden, sondern diese Abwehr­stoffe werden von außen direkt zugeführt. Das ist beispielsweise notwendig, wenn eine nicht­geschützte Schwangere in Kontakt mit Röteln gekommen ist. Nachteil der passiven Impfung: Sie wirkt nur wenige Wochen, danach hat der Körper die von außen zugeführten Abwehrstoffe abgebaut.

Viele Impfungen (beispielsweise gegen Tetanus, Diphterie, oder Polio) müssen regelmäßig aufgefrischt werden. Dazu sollte der Arzt unter Vorlage des Impfausweises befragt werden. Impf-Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sind auf dieser Homepage abrufbar.

Unser Surftipp:

Robert-Koch-Institut
www.rki.de

letzte Änderung am 24.10.2002

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