Was ist Hypospadie?

Die Hypospadie ist eine Entwicklungsstörung der Harnröhre: Anstatt an der Penisspitze befindet sich die Harnöffnung an der Unterseite des Penis. Hypospadie tritt bei fünf bis acht von 1000 männlichen Neugeborenen auf und ist damit die häufigste Fehlbildung des männlichen Geschlechts.
Die Ursachen der Hypospadie sind nicht vollkommen geklärt. Jedoch wird davon ausgegangen dass genetische und endokrinologische Faktoren eine Rolle spielen können.

Zusätzlich zur Hypospadie ist der Penis häufig nach unten gekrümmt. Dies kann am unterschiedlichen Wachstum der Penisschwellkörper und der Harnröhre liegen, oder es besteht zusätzlich ein fester Bindegewebsstrang, der in der Gegend des Harnröhrenschwellkörpers verläuft und den Penis nach unten zieht. Das volle Ausmaß dieser Verkrümmung wird meist erst bei einer Erektion erkennbar.

Meist führt die Hypospadie zu einer Ablenkung des Urinstrahls nach unten, sodass das Wasserlassen im Sitzen erfolgen muss. Liegt zusätzlich eine Verkrümmung des Penis vor, kann die Erektion schmerzhaft oder unmöglich sein. 

Die einzig mögliche Therapie ist die Operation. Sie erfolgt heutzutage im Alter zwischen neun und zwölf Monaten. Dabei wird die Harnröhre verlängert und der Ausgang an die anatomisch richtige Position verlagert. Der Eingriff findet unter Vollnarkose statt. Heutzutage sind auch mikrochirurgischen Techniken im Einsatz, bei schwereren Fällen können auch mehrere Operationen notwendig werden.

letzte Änderung am 19.12.2005

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

Hier finden Sie verkehrsmedizinisch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte.