Wie funktioniert eine Hyposensibilisierung?

Viele Bundesbürger leiden alljährlich unter Heuschnupfen und allergischen Reaktionen, die durch verschiedene Blütenpollen ausgelöst werden. Gerade in den kommenden, pollenfreien Monaten besteht die Möglichkeit vorzubeugen und etwas gegen die Erkrankung zu tun: Bei der sogenannten Hyposensibilisierung "verlernt" der Körper die allergische Reaktion gegen die Pollen.

Zunächst wird geklärt, auf welche Allergene (Gräser-, Sträucher-, Baum-, Getreidepollen, Katzen- und Pferdehaare, Milben etc.) der Betroffene reagiert. Dann kann mit der eigentlichen Hyposensibilisierung begonnen werden: Dabei werden dem Patienten regelmäßig die allergieauslösenden Stoffe in stark verdünnter Konzentration unter die Haut gespritzt. Ziel ist es, dass sich das Immunsystem allmählich an die krankmachende Substanz gewöhnt und der Körper die Reaktion gegen die Allergene deutlich vermindert. Anfangs wird wöchentlich und später in größeren Abständen mit steigender Dosierung gespritzt. Die ganze Behandlung ist dann nach zirka vier Monaten abgeschlossen. Die Nebenwirkungen an der Injektionsstelle sind gering, allerdings muss man die körperlichen Reaktionen aus Vorsichtsgründen in der Praxis etwa eine Stunde überwachen, um allergische Schockreaktionen des Körpers rechtzeitig zu erkennen; diese sind glücklicherweise jedoch extrem selten.

Die Hyposensibilisierung kann nur in der pollenfreien Zeit begonnen werden, üblicherweise ab Ende September. Bei fieberhaften Infekten während des Winters wird die Behandlung kurzfristig unterbrochen. Im Normalfall wird die Behandlung drei Jahre lang fortgesetzt. Die Wirkung einer Hyposensibilisierung kann - wenn sie erfolgreich war - einige Jahre anhalten. Wenn ein Mensch auf viele unterschiedliche Stoffe allergisch reagiert ist der Effekt meist etwas schwächer und von kürzerer Dauer.

Durchgeführt wird die Hyposensibilisierung von Allergologen, das sind meist Haut-, Hals-Nasen-Ohren-, Lungen- oder Hausärzte mit entsprechender Zusatzausbildung. Die Behandlungskosten werden im allgemeinen von den Krankenkassen übernommen.

Unser Surftipp:

Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind (AAK) e.V.
www.aak.de

letzte Änderung am 29.10.2002

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