Herzkranke Kinder

Am 5. Mai ist der bundesweite "Tag des herzkranken Kindes" 

Bei kaum einem anderen Eingriff wird der medizinische Fortschritt zur Behandlung von Kindern mit schwerer Herzerkrankung deutlicher als bei der Herztransplantation. Die weltweit erste Herzverpflanzung fand am 3.12.1967 statt, und erst im März 1985 bekam zum ersten Mal in Deutschland ein Kind ein Spenderorgan. Inzwischen hat sich die Transplantationsmedizin erheblich weiter entwickelt und verläuft technisch routiniert. Trotzdem wird der Austausch des Herzens immer etwas ganz Besonderes bleiben.

Eine Transplantation kann bei schwerem angeborenem oder später entstandenem Herzfehler sowie bei Herzmuskelerkrankungen notwendig werden, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, also mit Medikamenten, Herzkathetereingriffen oder Herzoperationen keine ausreichende Besserung zu erzielen ist. Betroffen können nicht nur Kinder und Jugendliche sein, sondern auch Säuglinge und Kleinkinder.

Je jünger die Kinder sind, desto knapper sind Spenderherzen. Deshalb muss die Wartezeit auf ein passendes Organ gegebenenfalls mit einem Kunstherz überbrückt werden. Solche Herzunterstützungssysteme können in der Regel über mehrere Monate hinweg eingesetzt werden.

Eine Voraussetzung für die Transplantation ist, dass Spender und Empfänger etwa gleiche Körpergröße und gleiches Gewicht haben; bei älteren Kindern muss auch die Blutgruppe übereinstimmen. Ist das passende Organ gefunden, wird die Herzverpflanzung vorgenommen; sie dauert etwa drei bis sechs Stunden. Sehr wichtig ist, dass der Organempfänger fortan Medikamente einnehmen muss, die das fremde Herz vor der Abstoßung durch die körpereigene Abwehr schützen.

Nach der Rehabilitation, die etwa vier bis sechs Wochen dauert, werden die Kinder möglichst bald wieder völlig in das normale Leben integriert, sie kehren also in Schule oder Kindergarten zurück. Sie führen dann ein normales Leben wie andere Kinder, sie dürfen und sollen beispielsweise auch herumtoben, Sport treiben oder bei Ausflügen dabei sein. Sie müssen allerdings ständig ihre Medikamente einnehmen und regelmäßig zu Kontrollen beim Arzt. 

Mehr Informationen: www.kinder-herzstiftung.de


letzte Änderung am 05.03.2010

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