Was ist ein Helicobacter?

Vor wenigen Jahren wurde eine bestimmte Bakterienart entdeckt, der Helicobacter pylori, der man die Mitverursachung von Magen- und Dünndarmgeschwüren unterstellt. Diese Bakterien können in der aggressiven Magensäure leben und sich dort vermehren. Der Helicobacter pylori besiedelt den Magenausgang (Pylorus) und den oberen Anteil des Dünndarms. Zusammen mit der Magensäure und den zersetzenden Verdauungssekreten führt er zur Entstehung eines Geschwürs.

Man vermutet, dass 95 Prozent aller Zwölffingerdarmgeschwüre und 70 bis 80 Prozent aller Magengeschwüre durch eine Besiedelung mit Helicobacter pylori entstehen und dadurch unterhalten werden. Bei einer Magenspiegelung wird daher routinemäßig auch das Vorhandensein dieses Bakteriums überprüft. Ebenso kann ein Nachweis des Bakteriums über die Atemluft stattfinden.

Um chronische und wiederkehrende Entzündungen zu vermeiden, werden verschiedene Medikamente zur Behandlung eingesetzt: Arzneimittel, die die Bildung der Magensäure hemmen werden kombiniert mit spezifischen Antibiotika.

letzte Änderung am 18.07.2003

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