Wie kommt es zu Haarausfall?

Der Mensch hat zirka 100.000 bis 150.000 Haare. Die Wachstumsphase eines einzelnen Haares dauert etwa zwei bis sechs Jahre; im Laufe des Lebens erneuern sich die Haare etwa 10 bis 12 Mal. Im unteren Bereich der Haarwurzel wird durch Zellteilungen laufend neue Haarsubstanz gebildet. Dabei wächst das Haar pro Tag zirka 0,2 Millimeter, gesundes Haar wächst also im Monat etwa 5 bis 6 Millimeter. 

An die Wachstumsphase eines Haares schließt sich die Ruhephase an, sie dauert etwa vier Monate. Während der Ruhephase wächst aus der Haarwurzel neues Haar nach. Es schiebt sich langsam nach oben und löst so das alte Haar aus der Wurzel, bis es schließlich ausfällt. Die verschiedenen Phasen kommen nebeneinander vor, deshalb ist ein gewisser Haarverlust völlig normal und kein Grund zur Besorgnis, da gleichzeitig ja immer wieder neues Haar gebildet wird. Täglich lösen sich etwa 60 bis 80 Haare aus der Kopfhaut. 

Schlechte Ernährung oder Krankheiten können den Gesundheitszustand der Haare beeinflussen, bis hin zur vorübergehenden Einstellung der Wachstumsaktivität. Schlecht ernährtes Haar wird dann leichter abgestoßen, und ein verstärkter Haarausfall wird bemerkt. Auch schwere Infektionen, Stoffwechselstörungen, und die Einnahme bestimmter Medikamente können Haarausfall auslösen. Bei Stress steht die Kopfhaut oft unter Spannung und vermindert damit die Durchblutung der Haarwurzeln; es kommt zum Haarausfall. - Im allgemeinen setzt das gesunde Haarwachstum nach Beseitigung der störenden Ursache wieder ein. 

Bei Frauen ist es vor allem die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre oder nach der Geburt eines Kindes, die zum Haarausfall führt. Etwa ein Jahr nach der Geburt wächst das Haar aber oftmals schöner als jemals zuvor nach. Bei hormonell bedingtem Haarausfall des Mannes ist die Ursache häufig ein Testosteronmangel, der eine Verkürzung der Wachstumsphase der Haare bewirkt. Irgendwann stoßen sich die Haare ab, ohne dass neue nachwachsen, es bildet sich eine Glatze. Diese Form des Haarausfalls ist auch genetisch mitbestimmt. 

Die richtige Haarpflege spielt in jedem Fall eine sehr wichtige Rolle, denn zuviel austrocknendes Shampoo gibt dem Haarboden zuwenig Nahrung und führt auf diese Weise auch zu Haarausfall. Tönungen und Färbungen trocknen das Keratin des Haares aus, die Haare werden spröde und brechen ab. Ausreichendes Bürsten in alle Richtungen fördert die Durchblutung des Haarbodens, gleichzeitig werden alle lockeren Haare entfernt und die neue Haarpracht kann nachwachsen. Eine gelegentliche Kopfhautmassage, die auch die Durchblutung anregt, kann hilfreich sein.

letzte Änderung am 22.03.2007

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