Grippe-Impfung: Wann und für wen?

Die Virusgrippe (Influenza) ist eine schwere Infektionskrankheit, die lebensbedrohlich und damit wesentlich gefährlicher ist als eine von Bakterien verursachte Erkältung oder ein Schnupfen. 

Die Influenza-Impfung wird in jedem Herbst aufs Neue notwendig, weil sich die biologische Zusammensetzung der Viren ständig ändert und unser Immunsystem auf die "neuen" Grippeviren nicht vorbereitet ist. Die Impfung erfolgt bei jedem hausärztlich tätigen Arzt und ist für gesetzlich krankenversicherte Personen kosten- und zuzahlungsfrei. Mit der Impfung kann man einer Influenzainfektion vorbeugen, der Impfschutz ist dann in 8 bis 10 Tagen aufgebaut. Allerdings darf die Impfung nicht bei akuter fieberhafter Erkrankung erfolgen

Ab Mitte Oktober ist die richtige Zeit für die Impfung von gefährdeten Personen. Besonders gefährdet sind Menschen mit bestimmten Grundleiden. Dazu gehören: Chronische Lungenkrankheiten wie Asthma oder chronische Bronchitis, Herzkrankheiten mit Neigung zur Herzinsuffizienz, chronische Nierenleiden, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und andere Stoffwechselerkrankungen, chronische Anämien (Mangel an roten Blutkörperchen), angeborene und erworbene Immundefekte, Patienten mit Organtransplantationen oder bestimmten Tumorleiden.

Dabei sollte man bedenken, dass besonders auch Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis zu den Risikogruppen gehören. Weitere wichtige Zielgruppe der Schutzimpfung sind alle Bürger über 60 Jahren, da bei ihnen die körpereigene Abwehr häufig eingeschränkt ist. Bei allen diesen gefährdeten Personen kommt es im Falle einer Virusgrippe häufig zu Komplikationen im Krankheitsverlauf, etwa zu Lungenentzündungen, die auch tödlich verlaufen können. 

Darüber hinaus wird die Grippeschutzimpfung auch für Personen empfohlen, die im Beruf einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind oder diese Infektion auf andere übertragen können, z.B. medizinisches Personal, Feuerwehr, Polizei, Lehrkräfte. Auch wer häufig Kontakt zu größeren Gruppen von Menschen hat (etwa Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr), sollte zur Impfung gehen.

letzte Änderung am 27.09.2007

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

Hier finden Sie verkehrsmedizinisch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte.