Was ist ein Glioblastom?

Das Glioblastom ist ein häufiger, rasch wachsender und sehr bösartiger Hirntumor. Der Name dieses Tumors leitet sich von den Stützzellen (Gliazellen) des Gehirns ab, aus denen er entsteht. 

Obwohl Hirntumoren wissenschaftlich intensiv untersucht werden, konnten die Ursachen für die Krebsentstehung bisher nicht vollständig aufgeklärt werden. Die Symptome hängen vom Ort des Tumors im Gehirn ab, da jedes Areal im Gehirn eine spezielle Funktion hat. Erste Symptome können anhaltende und ungewohnte Kopfschmerzen, epileptische Anfälle, Lähmungen, Schwindel, Sehstörungen oder auffällige Persönlichkeitsveränderungen sein. Wegen des raschen Wachstums entwickeln sich die Beschwerden meistens schnell innerhalb weniger Wochen bis Monate. Die Diagnose wird durch bildgebende Verfahren wie Computertomografie und eine eventuelle gezielte Punktion mit anschließender feingeweblicher Untersuchung gestellt. 

Das Glioblastom ist äußerst schwer zu behandeln, da es früh Metastasen setzt und auf Chemotherapie wenig reagiert. Operativ ist für den Behandlungserfolg entscheidend, wie weit es dem Neurochirurgen gelingt, das Tumorgewebe während der Operation zu entfernen. Dies wiederum hängt wesentlich davon ab, in welchem Hirngebiet die Geschwulst liegt und ob eine Operation in dieser Region zu neurologischen Störungen führen würde. Leider ist es fast immer unmöglich, ein Glioblastom vollständig zu entfernen. Nach der Operation erfolgt in der Regel eine Strahlentherapie. Sie soll verbliebene Tumorzellen zerstören ohne dabei das umliegende gesunde Gewebe zu schädigen. Operationen mit Entfernung des Tumors können das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen; wissenschaftlich ist man auf dem Wege, durch die Weiterentwicklung von Chemotherapie und Gentherapie Hilfe zu bringen. 

Je früher man ein Glioblastom entdeckt und entfernt, desto geringer sind zunächst die Zerstörungen des Gehirns. Deshalb sollte man bei entsprechend unklaren Symptomen möglichst frühzeitig einen Arzt aufsuchen.

letzte Änderung am 28.07.2006

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