Was ist eine Gebärmuttersenkung?

Die Gebärmutter wird im sogenannten kleinen Becken durch eine Konstruktion aus Bindegewebe als "Aufhängung" sowie durch die Beckenbodenmuskulatur in ihrer Lage gehalten. Bei zunehmender Bindegewebsschwäche und mangelhaftem Training der Beckenbodenmuskulatur sinkt die Gebärmutter nach unten, im Extremfall bis in den Scheideneingang. Die häufigsten Ursachen dafür sind einerseits eine Überbelastung des Gewebes, z.B. bei körperlicher Arbeit mit schwerem Heben und Tragen, was den Druck im Bauchraum erhöht, sowie Geburten in kurzen Zeitabständen ohne entsprechende Rückbildungsgymnastik oder auch Übergewicht mit Fettansammlung im Bauchraum. Andererseits kann auch eine angeborene Bindegewebsschwäche mit die Ursache sein.

Die unmittelbare Nachbarschaft der Gebärmutter zu Harnblase und Darm kann bei einer Senkung zu unangenehmen Folgen führen. Bei der Harnblase kommt es durch den Druck zu einem Reiz zu häufigem Wasserlassen bis hin zur Inkontinenz und häufiger Blasenentzündung. Auch im Enddarm kann ein Druck- und Fremdkörpergefühl entstehen, sowie ein Reiz zur Stuhlentleerung oder auch zur Verstopfung und zur Bildung von Hämorrhoiden.

Die Behandlung besteht vorwiegend in der Behandlung der Symptome. Vor allem sollte eine Reduktion des Übergewichts erreicht werden. Außerdem kann gezielte Beckenbodengymnastik deutliche Linderung erreichen. Bei fortgeschrittener Senkung können durch eine operative Verkürzung des Bandes der "Aufhängung" sowie eine plastische Wiederherstellung des gedehnten Beckenbodens die Beschwerden deutlich gebessert werden. Oft wird hierbei dann auch die Gebärmutter entfernt.

Zur Vermeidung eines erneuten Auftretens einer Senkung ist regelmäßige Beckenbodengymnastik und auch der Verzicht auf schweres körperliches Heben und Tragen (mehr als 5 kg) hilfreich.

letzte Änderung am 24.10.2002

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