Wie wird Gebärmutterhalskrebs erkannt?

Der Gebärmutterhalskrebs ist nach den bösartigen Tumoren der Brust, des Darms und der Gebärmutter der vierthäufigste Tumor der Frau. Statistisch erkranken bei uns jährlich 10 Frauen pro 100.000 Einwohnern. Die Krankheit wird am häufigsten bei Frauen zwischen 40 und 50 Jahren diagnostiziert, die meisten Krebs-Vorstadien findet man dagegen bei Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren.

Auslöser für diese Krebserkrankung sind vor allem Infektionen mit bestimmten Viren, unter anderem Papilloma-Viren. Sie dringen in die Zellen der Schleimhaut des Gebärmutterhalses ein und wandeln die Zellen in Krebszellen um. Die Papilloma-Viren leben unter anderem im Sekret unter der männlichen Vorhaut. Darum hat Gebärmutterhalskrebs viel mit sexuellen Kontakten zu tun, aber auch mit Hygiene und daher sogar mit Beschneidung: In Ländern, in denen viele Männer beschnitten sind, ist Gebärmutterhalskrebs relativ selten. Rar ist er auch bei Frauen, die nie Geschlechtsverkehr haben, wie zum Beispiel Nonnen. Risikopatientinnen sich also grundsätzlich Frauen mit häufig wechselnden Partnern und Frauen mit familiärer Krebsbelastung, außerdem Frauen, die viel rauchen und sich ungesund bzw. vitaminarm ernähren.

Diese Krebsform eignet sich sehr für die Früherkennung. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt werden vom Muttermund und vom Gebärmutterhals Abstriche genommen, die mikroskopisch auf verdächtige Zellen untersucht werden. Auch bei der so genannten Kolposkopie können solche Zellen durch Anfärbung des Gewebes frühzeitig entdeckt werden. Jede Frau über 20 kann diese Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen; sie wird von den Krankenkassen bezahlt. Man kann damit nicht nur den Krebs selbst, sondern auch die Vorstadien von Krebs erkennen.

Werden verdächtige Zellen gefunden, kann mit einem kleinen operativen Eingriff (der sog. Konisation) das verdächtige Gewebe am Gebärmuttermund entfernt werden. Dabei wird ein kleines kegelförmiges Stückchen aus dem Gebärmutterhals herausgeschnitten. Wenn sich bei der anschließenden Gewebsuntersuchung herausstellt, dass alle verdächtigen Zellen entfernt wurden, ist die Behandlung damit abgeschlossen.

Der Abstrich (so genannte Papanicolau) sollte einmal jährlich bei allen Frauen vorgenommen werden. Wichtig als Vorsorgemaßnahme ist das Benutzen von Kondomen beim Geschlechtsverkehr.

Gebärmutterhalskrebs gehört zu den Krebsarten, die eine sehr hohe Chance auf Heilung haben, wenn sie frühzeitig entdeckt werden. Deshalb sollte die "Krebs-Früherkennungsuntersuchung" von allen Frauen unbedingt genutzt werden.

Unser Surftipp:

Frauen helfen Frauen - Hilfe zur Selbsthilfe
www.krebs-bei-frauen-genitaltumoren.de

letzte Änderung am 26.02.2003

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