Was ist ein Fersensporn?

Ein Fersensporn ist ein dornartiger Knochenauswuchs am Ansatzpunkt der Muskeln an der Unterseite der Ferse. Bei chronischer und starker Überlastung dieser Sehnen kann es zu Entzündungen und zu kleinen Rissen in den Sehnen kommen. Solche Überlastungen treten beispielsweise auf durch langes Stehen auf harten Böden, durch Sport ohne vorheriges Aufwärmen, durch Fehlstellungen des Fußes, bei Übergewichtigen oder aus Altersgründen. Häufig trägt auch die unnatürliche Fußhaltung in spitzen und/oder hohen Schuhen zur Überbeanspruchung der Sehnen bei.

Um die kleinen Sehnenrisse zu heilen, lagert der Körper - ähnlich wie bei einem Knochenbruch - Kalk an den Verletzungen ab. Dadurch entsteht im Laufe der Zeit ein kleiner Auswuchs entlang der Sehnen, der Fersensporn.

Patienten mit Fersensporn verspüren einen heftigen, stechenden Schmerz beim Gehen, der sich auf harter Unterlage noch verschlimmert. Bei der Untersuchung schmerzt die Muskulatur an der Fußsohle auf Druck. Der Fersensporn ist von außen nicht zu sehen und meistens nur im Röntgenbild am Fersenknochen erkennbar.

Der Fersensporn lässt sich recht gut konservativ behandeln: Am wichtigsten ist die Schonung der betroffenen Ferse. Linderung verschaffen im akuten Stadium entzündungshemmende Injektionen direkt in die Ferse. Physikalische Therapie mit Kälte oder Wärme sowie Salbenverbände können zur Heilung beitragen. Sehr wichtig sind spezielle Einlagen mit einer Aussparung für den Sporn, welche die Ferse in diesem Bereich entlastet und den direkten Kontakt des Sporns mit dem Boden verhindert. Bringen all diese Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg, kann im Einzelfall eine Stoßwellentherapie oder Operation zur Auflösung bzw. Entfernung des Fersensporns notwendig sein.

letzte Änderung am 24.10.2002

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