Was geschieht beim Eisenüberschuss?

Beim gesunden Erwachsenen werden etwa 5g Eisen im Blut gespeichert. Eisen ist wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, das für den Sauerstofftransport im Blut zuständig ist.

Eine Eisenüberladung (Hämochromatose) entsteht, wenn dem Körper zu viel Eisen zugeführt wird oder wenn im Organismus vermehrt Eisen freigesetzt wird. Außerdem gibt es erbliche Ursachen für den Eisenüberschuss.

Das überschüssige Eisen wird in Organen abgelagert und kann dort zu Gewebsschäden und toxischen Reaktionen führen. Betroffen sind meist Leber, Pankreas, Herz, Hirnanhangsdrüse und die Gelenke.

Durch die Organschäden werden häufig Beschwerden ausgelöst: Krämpfe im Oberbauch, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit, unregelmäßige Herzschläge sowie Gelenkschmerzen (besonders in Knien, Hüften und Fingern). Spätfolgen können beispielsweise Leberzirrhose und -krebs, Diabetes und Bauchspeicheldrüsenkrebs sein.

Bei der Behandlung der Hämochromatose muss die ernährungsbedingte Eisenzufuhr unter Laborkontrolle normalisiert werden. Regelmäßige Aderlässe können ebenfalls dazu beitragen, den Eisenspiegel des Blutes zu korrigieren.

letzte Änderung am 29.10.2002

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