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Was ist eine Frozen Shoulder?

Als Frozen Shoulder (Schultersteife) bezeichnet man eine Erkrankung der Kapsel des Schultergelenks. Dabei handelt es sich um eine Verhärtung und Schrumpfung der Bindegewebsstrukturen der Gelenkkapsel mit schmerzhafter Einschränkung der Beweglichkeit des Schultergelenks bis hin zur Schultersteife. 

Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen 40 und 60 Jahren, Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer, die rechte Schulter häufiger als die linke. Häufige Auslöser für die Frozen Shoulder sind rheumatische Erkrankungen, Arthrosen, Verletzungen oder Überlastungen durch Wiederholung bestimmter Bewegungsabläufe bei schwerer körperlicher Arbeit oder bei bestimmten (sog. Überkopf-) Sportarten.

Die Schultersteife verläuft in mehreren Stadien: Zu Beginn treten vornehmlich nachts Schmerzen auf, die nach einiger Zeit nachlassen und von einer zunehmenden Bewegungseinschränkung abgelöst werden. Im Zuge dieser Bewegungseinschränkung kommt es zur Schrumpfung von Kapsel und Muskulatur des Schultergelenkes. Die dadurch bedingte Bewegungsminderung führt zu einer Rückbildung der Muskeln des Schultergelenks mit weiterer Bewegungsunfähigkeit.

Neben der körperlichen Untersuchung kann der Arzt sich bei der Diagnosestellung auch auf Ultraschall-, Röntgen- und Kernspintomografie-Aufnahmen der Schulter stützen.

Die wichtigste Maßnahme bei der Behandlung der Schultersteife ist eine frühzeitige und konsequent durchgeführte Bewegungstherapie mit dem Ziel des Erhalts beziehungsweise der Wiedererlangung der Gelenkbeweglichkeit. Diese Bewegungstherapie erfordert vom Patienten ein hohes Maß an Geduld und Durchhaltevermögen. Zusätzlich sind physikalische Anwendungen möglich, beispielsweise Kälteanwendungen vor den Übungen zur Minderung der Schmerzen und Wärmetherapien nach Dehnungen oder Massagen. Erst wenn trotz konsequent durchgeführter Bewegungstherapie keine Besserung eintritt, können gegebenenfalls auch chirurgische Maßnahmen angezeigt sein.

Stand: 08.06.2006

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