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Das Restless Legs Syndrom ist eine chronische Erkrankung, bei der es zu
unangenehmen Gefühlsempfindungen (Kribbeln, Brennen, Ziehen, Reißen, Stechen,
Spannen) in den Beinen (und seltener in den Armen) kommt. Diese Beschwerden
machen sich vorwiegend gegen Abend, beim ruhigen Sitzen oder im Bett liegend
bemerkbar. Sie bessern sich bei Bewegung, weshalb viele Betroffene fast die
ganze Nacht hindurch immer wieder aufstehen und umhergehen. Es entstehen Ein-
und Durchschlafstörungen. Folge des massiven Schlafdefizits ist eine starke
Tagesschläfrigkeit sowie recht häufig eine depressive Stimmungslage.
Als Ursache der Restless Legs ("ruhelose Beine") wird eine vererbte
Veranlagung vermutet. Viele Patienten erkranken jedoch erst dann, wenn
zusätzliche Faktoren wie beispielsweise eine Schwangerschaft (mit Stauungen in
den Beinen) oder ein Hormonmangel hinzukommen. Auch bestimmte Lebensumstände
können das Krankheitsbild begünstigen, wie beispielsweise stehende Berufe
sowie häufigere länger dauernde Bus- oder Flugsreisen mit nachfolgender
Stauung in den Beinen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann das
Restless Legs Syndrom auslösen oder verstärken.
Kurzdauernde Erleichterung kann mit folgenden Maßnahmen erreicht werden:
Bewegen der Füße im Sitzen oder Liegen, Aufstehen und Umhergehen, kühles Bad,
Massieren oder "Stretching" der Unterschenkelmuskeln sowie
Ausdauersport, insbesondere Schwimmtraining in Wasser bis zu 26° C. Bei
zahlreichen Patienten sind die Beschwerden jedoch so stark ausgeprägt, dass
eine ärztliche Behandlung erforderlich wird. Dabei können schmerzhemmende
Medikamente, Antidepressiva zur Senkung der Schmerzempfindlichkeit sowie ggf.
Mittel zur Muskelentspannung oder auch Antiepileptika zum Einsatz kommen.
Eine angepasste Lebensführung mit häufigem Laufen und Liegen und Vermeidung
von Sitzen und Stehen kann dazu beitragen, das Krankheitsbild erträglich
machen.
Unser Surftipp:
RLS e.V. Deutsche restless Legs Vereinigung Ruhelose Beine
www.restless-legs.org
Stand: 29.10.2002
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