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Blutgerinnsel entstehen durch
Zusammenkleben und Verklumpung von roten Blutkörperchen. Bei bestimmten
Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen, Herzklappenerkrankungen oder auch bei
drohendem oder stattgefundenem Herzinfarkt und Schlaganfall sowie nach
Thrombosen und Embolien kann die Einnahme von gerinnungshemmenden Arzneimitteln
notwendig sein. Zur Wirkungskontrolle dieser Medikamente werden der sog. Quick-
und INR-Wert nach einer Blutentnahme im Labor bestimmt.
Marcumar ist ein solches
Medikament, das die Blutgerinnung verzögert, aber nicht ganz aufhebt. Wie stark
oder schwach die Gerinnungshemmung ist, hängt u.a. von der Marcumar-Dosierung
ab. Die Wirkung muss durch regelmäßige Blutabnahmen überwacht werden, so dass
gegebenenfalls eine Anpassung der Dosierung erfolgen kann. Weil das Medikament
zu einer verstärkten Blutungsneigung führt, muss es sehr genau und für jeden
Patienten individuell dosiert sowie die Wirkung regelmäßig überprüft werden.
Zur Wirkungskontrolle diente bisher der "Quick-Wert". Er wird zunehmend vom
moderneren und internationalen INR-Wert abgelöst. Die Zielwerte bei Einnahme
von gerinnungshemmenden Medikamenten sind 20-30% für den Quick-Wert und 2,5 -
4,5 für die INR.
Jeder Marcumar-Patient erhält
einen Marcumar-Ausweis, den er immer vollständig ausgefüllt bei sich tragen
sollte. Der Arzt oder der Patient notieren darin die INR- bzw. Quick-Werte und
die tägliche Marcumar-Dosierung bis zur nächsten geplanten Blutkontrolle. Bei
zu hohen INR-Werten bzw. zu niedrigen Quick-Werten besteht eine stark vermehrte
Blutungsbereitschaft, während bei zu niedrigen INR- bzw. zu hohen Quick-Werten
eher wieder Blutgerinnsel entstehen können. Sind die Abweichungen von den gewünschten
Werten zu groß, muss umgehend die Marcumar-Dosis verändert bzw. mit anderen
Medikamenten regulierend eingegriffen werden. Hierzu sind vorübergehend häufigere
Blutabnahmen erforderlich, bis die Werte stabil bleiben.
Stand: 26.02.2003
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