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Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein hochempfindliches
Verfahren, mit dem Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar gemacht werden können.
Haupteinsatzgebiete der PET sind die Früherkennung und Verlaufskontrolle bei
Krebserkrankungen. Auch in der Neurologie und der Kardiologie kommt sie häufig
zum Einsatz.
Das Prinzip der Untersuchung beruht darauf, einen schwach strahlenden Stoff
(beispielsweise radioaktives Fluor) an Traubenzucker zu koppeln und dem
Patienten zu verabreichen. Die Testsubstanz verteilt sich mit dem Blutfluss im
gesamten Körper und wird in stoffwechselaktive Zellen aufgenommen. Detektoren
messen die aus dem menschlichen Körper abgegebene schwache radioaktive
Strahlung und wandeln diese Daten in Bildinformationen um.
In der Krebsheilkunde kommt die PET zum Einsatz, weil Krebszellen einen erhöhten
Stoffwechsel aufweisen und daher einen größeren Teil der markierten
Zuckerverbindungen aufnehmen als das gesunde Gewebe. Somit können Krebszellen
erkannt und von gesundem Gewebe unterschieden werden. Mit der PET können
Tumoren in Einzelfällen früher als mit anderen bildgebenden Verfahren erkannt
werden. Außerdem lässt sich der ganze Körper auf verdächtige Herde oder
Metastasen absuchen. Neben der Früherkennung von Krebserkrankungen kann die PET
unter Umständen auch hilfreich bei der Verlaufskontrolle von Tumoren nach
Chemo- oder Strahlentherapie.
In der Nervenheilkunde spielt die PET bei der Diagnose von Demenzkrankheiten
zunehmend eine Rolle, zumal diese in der PET sichtbar werden können, noch bevor
der Patient erkrankt. - In der Kardiologie lässt sich das Ausmaß eines
Herzinfarktes mit der PET sehr genau bestimmen, da die Unterscheidung zwischen
stoffwechseltotem und -aktivem Herzmuskelgewebe sehr exakt möglich ist. Daher lässt
sich nach einer PET die optimale Entscheidung für die weitere Therapie der
betroffenen Patienten treffen.
Auch wenn bei der PET-Untersuchung eine radioaktive Substanz in den Körper
gelangt, so ist die Strahlenbelastung gering. Wie bei allen radiologischen
Untersuchungen, die mit einer Strahlenbelastung verbunden sind, gilt es jedoch,
die Risiken der Untersuchung und die einer möglicherweise unentdeckten
Erkrankung gegeneinander abzuwägen.
Stand: 12.05.2005
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