Aus Fehlern lernen

Im Ärzteblatt Baden-Württemberg werden in loser Folge ausgewählte und interessante Fälle aus der Arbeit der Gutachterkommissionen für Fragen ärztlicher Haftpflicht zu Fortbildungszwecken veröffentlicht.

  • Unterlassene Frakturdiagnostik nach Sturz

    Eine 41-jährige Frau war zu Hause infolge einer orthostatischen Synkope gestürzt und mit dem Kopf auf den Fliesenboden des Badezimmers aufgeschlagen. Nach einer kurzen Bewusstlosigkeit, aus der die Patientin selbst wieder erwachte, wurde sie zunächst von einem Angehörigen mit kühlenden Gesichtsumschlägen sowie der Einnahme einer Schmerztablette versorgt.   › Weiterlesen

  • Arteriendurchtrennung und Kompartment-Syndrom bei Knieendoprothetik

    Der Antragsgegner implantierte dem 69 Jahre alten Antragssteller am selben Tag zwei Knieendoprothesen. Besondere Auffälligkeiten enthält der Operationsbericht nicht. Am Abend des Operationstages waren Durchblutung, Motorik, Sensibilität links o. B., rechts bestand keine Sensibilität. Am nächsten Tag bestand rechts eine Hypästhesie, was mit dem Periduralkatheter in Verbindung gebracht wurde.   › Weiterlesen

  • Nicht beachtete Kreuzallergie bei Schmerzmittelgabe

    Wegen eines Herzinfarkts wurde der 41 Jahre alte Antragsteller 2013 in einer Medizinischen Klinik mit koronarem Stent versorgt. Der Antragsteller hatte die Klinikärzte in Kenntnis gesetzt, dass bei ihm ein Analgetika-sensitives Asthma bronchiale und eine ASS-Unverträglichkeit bestehe. Sein Allergiepass wurde kopiert, die Kopie zu den Krankenakten genommen. Wenige Tage nach der Entlassung traten erneut Symptome wie bei einem Herzinfarkt auf, was zur Einweisung in dieselbe Klinik führte, doch handelte es sich nur um eine vasospastische Angina pectoris. Am Abend des Einlieferungstages bat der in der Aufnahmestation befindliche Antragsteller die Stationsschwester wegen Kopfschmerzen um ein Schmerzmittel. Er wies sie auf die Intoleranz gegenüber Metamizol und Celecoxib hin, ebenso auf die Empfehlung von Opiaten. Ihre Frage, ob er Novalgin vertrage, beantwortete er mit Nichtwissen und verwies auf seinen Allergiepass, auf den im Krankenblatt hingewiesen wird. Dieser erwähnt die oben erwähnten Allergien und die Empfehlung, zur Schmerzmitteltherapie Opiate und Opiode einzusetzen.   › Weiterlesen

  • Sturzgeburt mit Schädelfraktur im Krankenhaus

    Die damals 24 Jahre alte Mutter des Kindes (der Antragstellerin) wurde wegen vorzeitigen Blasensprungs in der 31. Schwangerschaftswoche in eine Frauenklinik aufgenommen. Nach verschiedenen Untersuchungen stellte sich die Mutter wegen des Auftretens von Wehen gegen 13.30 Uhr im Kreißsaal vor. Das registrierte CTG zeigte leichte Kontraktionen.   › Weiterlesen

  • Relevante telefonische Mitteilungen an die Praxis müssen den Arzt erreichen

    Die 61 Jahre alte Patientin suchte den Antragsgegner, Facharzt für Orthopädie, wegen Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich auf. Die klinische und Röntgen-Diagnose ergab eine "Blockierung auf Halswirbelsäulenhöhe", außerdem unter anderem eine „Irritation C 5/6 links, neurologisch ohne pathologischen Befund“. Dem überweisenden Arzt teilte er eine „beginnende Osteochondrose C 5/6“ mit. Der Antragsgegner verordnete chiropraktische Mobilisation und nahm in Höhe C 5/6 links eine Fascetteninfiltration vor. Er stellte ein Rezept für Krankengymnastik aus.   › Weiterlesen

  • Operation einer Schenkelhernie mit Verletzung der großen Beingefäße

    Bei der 40 Jahre alten Patientin war klinisch und sonografisch eine Hernia femoralis (Schenkelhernie) rechts diagnostiziert worden. Entsprechend wurde sie in einer chirurgischen Praxis vom Antragsgegner operiert. Er begann mit einem Hautschnitt oberhalb der rechten Leistenbeugefalte. Nach Durchtrennen des Subcutangewebes und Darstellen der Externus-Aponeurose wurde der Leistenkanal vom äußeren Leistenring beginnend in Faserrichtung eröffnet. Das Leistenband sowie die Externusfaszie wurden frei präpariert, die Leistenregion exploriert. Es fand sich kein Leistenbruch, sodass – wie zuvor diagnostiziert - von einer Schenkelhernie ausgegangen wurde.   › Weiterlesen

  • Nicht erkannter Ovarialabszess

    Die 46 Jahre alte Patientin suchte den Antragsgegner, Facharzt für Allgemeinmedizin, im Frühjahr 2008 innerhalb von 15 Tagen sieben Mal auf. Welche Untersuchungen der Antragsgegner jeweils vornahm und welche Befunde er im Einzelnen erhob, konnte die Kommission infolge mangelhafter Dokumentation und erheblicher Diskrepanz der Angaben der Patientin und des Antragsgegners nicht feststellen. Fest steht jedoch, dass die Patientin jeweils auch über suprapubische Schmerzen klagte, außerdem über Flanken- und Leistenschmerz rechts.   › Weiterlesen

  • Echinokokkose - Fuchsbandwurm

    Der 38 Jahre alte Patient wurde 2006 in die Medizinische Abteilung eines Krankenhauses aufgenommen und dann in die Chirurgische Abteilung verlegt mit der Anamnese: "Stechender Bauch SZ mit Ausstrahlung in die linke Schulter. Halbjährlich auftretende krampfartige Bauch SZ ca. zwei Std.".   › Weiterlesen

  • Verantwortlichkeit des Kardiologen für die Kontrolle des Herzschrittmachers bei Telemetrie

    Der 83 Jahre alten Patientin wurde wegen eines AV-Blocks dritten Grades ein DDD-Herzschrittmacher implantiert. In den folgenden sechs Jahren kontrollierte der Antragsgegner, Facharzt für Innere Medizin, den Schrittmacher regelmäßig (notierte im fünften Jahr eine voraussichtliche Rest-Lebensdauer des Geräts von 2,5 Jahren). Er tat dies aber nicht mehr, nachdem die Patientin sechs Jahre nach der Implantation mit der telemetrischen Schrittmacherkontrolle vertraut gemacht worden war. Sie führte diese Kontrolle, wie vorgegeben, in vierteljährlichem Abstand zweimal durch.   › Weiterlesen

  • Operative Behandlungzur Gewichtsreduktion bei Adipositas

    Bei der 25 Jahre alten, 180 kg schweren Patientin wurde 1999 eine vertikale Gastroplastik nach Mason (Magenband) mit axialer Pouch-Bildung vorgenommen. In den folgenden vier Jahren sank das Gewicht auf etwa 110 kg. Nach einer kosmetischen Operation mit Fettschürzenresektion (2005) kam es zu einer schleichenden Gewichtszunahme von mehr als 35 kg. Als deren Ursache wurde eine Ausweitung des Magenpouches und eine Dehnung des Magenausgangs (Outlet) auf 12 mm angesehen.   › Weiterlesen

  • Operation am Unterschenkel – Lokalanästhesie oder Narkose mit Blutsperre?

    Im Jahr 2000 zog sich der Patient an der Außenseite des rechten Unterschenkels eine Stichverletzung durch einen Dorn zu. Nach dessen Entfernung kam es im weiteren Verlauf immer wieder zu Schwellungszuständen, ab 2003/2004 auch zu Verhärtungen. Durch Ultraschall wurde eine Zyste mit Fremdkörper festgestellt, durch Kernspintomogramm ein Narbenknoten im lateralen subkutanen Fettgewebe bei narbiger Verdickung der angrenzenden Fascie des lateralen Gastrocnemiuskopfes. Die innerhalb des Knotens nachweisbare signalarme Formation entsprach einem Fremdkörper.   › Weiterlesen

  • Verbrennung und Nekrose bei Liposuction

    Die zum Zeitpunkt des Eingriffs 30 Jahre alte Frau unterzog sich wegen einer erheblichen Adipositas im Unter- und Oberbauchbereich in einer Klinik einer Fettabsaugung. Es wurde eine ultraschallassistierte Liposuction durchgeführt. Postoperativ sei es zu einem Hämatom und zu einer Wunde gekommen. Dadurch sei die Patientin über mehrere Monate deutlich beeinträchtigt gewesen.   › Weiterlesen

  • Thermische Nervenschädigung bei Schilddrüsenoperation

    Der 36 Jahre alte Patient wurde wegen einer Struma nodosa mit 5 cm großem kalten Knoten links sowie multiplen Knoten beidseits in der chirurgischen Abteilung eines Kreiskrankenhauses operiert. Es wurde eine beidseitige Strumektomie durchgeführt. Auf der rechten Seite war die Präparation erschwert, weil die Muskulatur deutlich vermehrt auf dem rechten Schilddrüsenlappen haftete.   › Weiterlesen

  • Aufklärungs- und Behandlungsfehler bei kosmetischer Hautstraffung am Unterkiefer / Verfrühte Nasen-Revisions-Operation

    Die 45 Jahre alte Patientin hatte ein Facelifting vornehmen lassen, mit dessen Ergebnis im Bereich des Unterkiefers sie nicht zufrieden war. Sie wollte deshalb eine Korrektur mit einer Hautstraffung vornehmen lassen. Sechs Jahre nach der Erstoperation erfolgte durch den Antragsgegner eine entsprechende Operation mit nach oben offener V-förmiger Schnittführung. /// Der damals 42 Jahre alte Patient unterzog sich im März 2008 wegen Höckernase, verplumpter Nasenspitze mit Nasenatmungs-Behinderung und Hyperplasie der unteren Nasenmuschel beidseits einer funktionellen Septo-/Rhinoplastik. Im Gefolge dieser Operation kam es zu einer vollständigen Asymmetrie der Flügelknorpel hinsichtlich Größe und Form. Deshalb nahm der Antragsgegner einen Monat nach der Erstoperation eine Revisionsoperation vor.   › Weiterlesen

  • Unnötige Resektion des Lungenoberlappens

    Die damals 48 Jahre alte Patientin stürzte im Fitnesscenter. Die in diesem Zusammenhang erfolgte CT-Untersuchung des Thorax ergab eine spikulierte Lungenraumforderung im rechten apikalen Oberlappensegment.   › Weiterlesen

  • Unzureichende Diagnostik bei Harnleiterstein / Querschnittssyndrom nach Aortendissektion

    Der 71 Jahre alte Patient wurde nachts mit akuten Schmerzen im rechten Unterbauch mit der Verdachtsdiagnose „Appendizitis“ stationär auf eine chirurgische Station eines Kreiskrankenhauses aufgenommen. /// Der 60 Jahre alte Patient erlitt im Juni 2006 eine akute Aortendissektion Typ B Stanford. Bei der computertomographischen Untersuchung im Krankenhaus zeigte sich eine Dissektionsmembran, die sich bis in beide Arteriae iliacae fortsetzte, aber weder eine Ruptur noch eine Minderperfusion der Organe.   › Weiterlesen

  • Plötzlicher Sturz nach Blockade des Nervus cutaneus

    Nach immer wieder auftretenden starken Schmerzen von der Lendenwirbelsäule über das Gesäß in den lateralen Oberschenkel rechts bis in das Knie begab sich die 79 Jahre alte Patientin in die Behandlung der Antragsgegnerin in die Schmerzambulanz eines Krankenhauses. Nach verschiedenen diagnostischen Maßnahmen ergab sich als Ursache der Schmerzen ein Reizzustand des Nervus cutaneus femoralis lateralis im Sinne einer Meralgia paraesthetica. Als Therapie wurde daraufhin die Blockade dieser Nerven beschlossen. Die Patientin wurde anhand des Diomed-Aufklärungsbogens "Regional/Lokalanästhesie … für Operationen am Bein" aufgeklärt. Handschriftlich sind als Risiken eingetragen "Infektion, Nervenschädigung, Nervenlähmung", außerdem "bei Komplikationen tel. Rücksprache Nr. ...".   › Weiterlesen

  • Fehlbehandlung einer Atemwegsobstruktion

    Bei dem 52 Jahre alten Patienten kam es 13.30 Uhr zu einer Halbseitenlähmung links, die unter dem Verdacht auf rechtshemispärischen Hirninfarkt zur Einlieferung in eine neurologische Klinik führt, wo bei der CT-Angiographie ein Verschluss der rechten Arteria cerebri media festgestellt wurde. 14.50 Uhr wurde eine Lysetherapie durchgeführt und der Patient 15.15 Uhr zur engmaschigen Überwachung in die Stroke Unit des Klinikums verlegt.   › Weiterlesen

  • Fehleinschätzung eines Pericardergusses

    Bei dem 63 Jahre alten Patienten wurde in einer Herzklinik am 24.01. bei hochgradiger Aortenstenose ein Aortenklappen-Ersatz durchgeführt. Ab 06. 02. befand sich der Patient zur Rehabilitation in einer Fachklinik für Innere Medizin. Dort wurde am 14. 02. mittels Echokardiografie ein zirkulärer Pericarderguss festgestellt, vor allem posterolateral sowie an der Herzspitze, mit maximal 0,7 bis 0,8 cm.   › Weiterlesen

  • Cerebrale Schädigung nach Aderlass / Eileiterschwangerschaft nach Sterilisation

    Bei der zum Zeitpunkt der Behandlung 85-jährigen Patientin, die in der eigenen Wohnung lebte und sich selbst versorgte, waren aus der Vorgeschichte Präsynkopen und Synkopen bekannt, deren Ursache neurokardiale Dysregulationen und Orthostaseneigungen waren. Sie war in ständiger ärztlicher Betreuung beim Antragsgegner, Facharzt für Allgemeinmedizin. Nach plötzlicher Sehverschlechterung stellte der zugezogene Augenarzt als Ursache für die auf 40 Prozent herabgesetzte Sehfähigkeit links einen Verschluss der Vena temporalis superior am linken Auge fest. /// Die 43 Jahre alte Patientin hatte, als sie sich bei ihrem Frauenarzt (dem Antragsgegner) vorstellte, 4 Jahre 8 Monate zuvor eine Tubensterilisation vornehmen lassen. Die jetzige Vorstellung diente einer Krebsvorsorgeuntersuchung. Sie verlief – einschließlich Ultraschallbefund – unauffällig. Dokumentiert ist, dass die Patientin tags zuvor Unterbauchschmerzen und Blutungen hatte. Deren Ursachen ging der Antragsgegner nicht nach. Er fragte auch nicht nach der letzten Regelblutung.   › Weiterlesen

  • Fehlerhafte minimal-invasive Hernienoperation

    Bei der 52-jährigen Patientin waren aus der Vorgeschichte eine Blinddarmoperation, eine Gebärmutteroperation und eine Leistenbruchoperation bekannt. Vom Antragsgegner wurde eine Leistenbruchoperation rechts in minimal-invasiver TAPP-Technik durchgeführt. Die Präparation erwies sich wegen vorhandener narbiger Verwachsungen als schwierig.   › Weiterlesen

  • Rectum-Operation ohne hinreichende Indikation

    Die 21-jährige Patientin war wegen andauernder Unterleibsschmerzen in der Behandlung eines Gynäkologen. Ursache war laut MRT-Untersuchung eine Zyste am rechten Eierstock, weshalb der Gynäkologe in Intubationsnarkose eine zunächst diagnostische Laparoskopie vornahm. Hierbei bestätigten sich die Zyste am rechten Ovar und eine zusätzliche Endometriose des kleinen Beckens sowie des rechten Ovars.   › Weiterlesen

  • Karpaltunnelsyndrom - operative und postoperative Fehlbehandlung

    Bei der 77 Jahre alten Patientin wurde Anfang 2008 neurographisch ein Karpaltunnelsyndrom links festgestellt. Der Antragsgegner, Facharzt für Orthopädie, stellte die Indikation zur Karpaltunnelspaltung und führte die Operation Anfang März 2008 ambulant in Plexus-Anästhesie durch. Im Verlauf der Operation, nach Darstellung des Retinakulum flexorum und dessen Einkerbung, wurde der Nervus medianus identifiziert und zu dessen Schutz zwischen diesem und dem Retinakulum ein Raspatorium weit nach distal geschoben.   › Weiterlesen

  • Rituelle Beschneidung

    Ein niedergelassener Gynäkologe führte an zwei Jungen (1 und 5 Jahre alt) 2007 auf Initiative der Eltern eine rituelle Beschneidung durch. Vor dem Eingriff erklärte der Arzt den Eltern das operative Vorgehen und sprach über Verhaltensmaßregeln vor und nach der Operation. Risiken und mögliche Komplikationen blieben bei der nur mündlich erfolgten Aufklärung unerörtert.   › Weiterlesen

  • Einlage eines empfängnisverhütenden Stäbchens

    Zur Empfängnisverhütung sollte einer 25 Jahre alten Patientin im Sommer 2002 ein Gestagen abgebendes Stäbchen („Implanon“) in den linken Oberarm implantiert werden. Dabei kam es aus ungeklärten Gründen zur Implantation von zwei Stäbchen mit dem gestagenen Wirkstoff, vermutlich versehentlich.   › Weiterlesen

  • Hyponatriämie mit tödlichem Ausgang

    Die 27 Jahre alte Patientin litt seit dem 12. Lebensjahr an Panhypopituitarismus und nahm wegen deshalb drohenden Anstiegs des Serumnatriums zur Substitution des Hormons ADH ständig das Präparat Minirim ein. Am 15. 04. kam es zu einem epileptischen Anfall, der an diesem Tag zur notfallmäßigen Aufnahme in den Städtischen Kliniken führt, zunächst in der Klinik für Intensivmedizin, am 16. 04. in der Normalstation der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie.   › Weiterlesen

  • Aspirationspneumonie nach Mitralklappenoperation

    Bei dem 63 Jahre alten Patienten wurde die Diagnose eines kombinierten Aortenvitiums mit führender Stenose sowie einer Mitralinsuffizienz gestellt. Am 17.06.2002 wurde er im Krankenhaus, Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie, ohne Komplikationen operiert, und kreislaufstabil, intubiert und beamtet, auf die Intensivstation verlegt. Am 18.06. wurde er bei guter pulmonaler Funktion extubiert und kam in die Überwachungsstation.   › Weiterlesen

  • Polymyalgia rheumatica und Arteriitis temporalis

    Der zum Zeitpunkt der Behandlung 74 Jahre alte Patient befindet sich seit einigen Wochen wegen eines „unklaren Infektes“ mit zuneh menden Schmerzen im Schulter­bereich sowie in den Beinen, betont im Bereich der Unterschenkel, in Behandlung seines Hausarztes. Der Allgemeinmediziner veranlasst weitere fachärztliche Abklärungen. Am 24. April wird vom Orthopäden, der den Patienten untersucht hat, ein Befund an den Hausarzt gefaxt mit den vom Orthopäden erhobenen Laborwerten. Die BSG ist mit einem 1 Stunden Wert von 85 stark erhöht.   › Weiterlesen

  • Hodentorsionen

    Der 13 Jahre alte Patient erwachte gegen 4 Uhr mit starken Schmerzen im linken Unterbauch. Er erhielt von den Eltern Paracetamol 500 mg. Der den Hintergrunddienst versehende Allgemeinarzt erschien 4.40 Uhr. Bei eingehender Palpation des Bauches wurde kein Schmerz angegeben, auch nicht im linken Unterbauch. Es bestand keine Abwehrspannung. Der Arzt palpierte die äußere Öffnung des Leistenkanals mit entsprechender Manipulation des Samenstrangs und Anheben des Hodensacks. Auf weitere Untersuchung des Genitals verzichtete er.   › Weiterlesen

  • Arbeitsunfall mit Fettpresse

    Beim Abschmieren eines Spezialfahrzeugs mit Hilfe einer Fettpresse, die mit einem Druck von 200 bis 300 bar arbeitet, platzte punktuell der Schlauch, wodurch Schmierfett in den Ringfinger des etwa 24 Jahre alten Patienten getrieben wurde. Der Finger blähte sich extrem auf, der Patient verspürte erhebliche Schmerzen.   › Weiterlesen

  • Akutes Koronarsyndrom

    Eine 60-jährige Patientin klagt in der Praxis des Hausarztes über Schmerzen in der linken Brustseite und im linken Oberarm. Aufgrund der in den vergangenen Jahren mehrfach aufgetretenen Beschwerden vonseiten der Wirbelsäule und entsprechenden Behandlungen geht der Arzt zunächst von vertebragenen Beschwerden aus. Zum Ausschluss einer kardialen Ursache ver anlasst er trotzdem ein EKG und einen Troponin Test. Dieser ist negativ.   › Weiterlesen

  • Unbefriedigende operative Nasenkorrektur

    Die Patientin, 1982 geboren, war mit der Form ihrer Nase nicht zufrieden und begab sich deshalb in plastisch-chirurgische Behandlung. Diagnose: „Höckernase (knöchern/knorpelig), ‚Overprojektion‘ der Nasenspitze, Septumdeviation“. 1999 wurde sie von einem der beiden am Verfahren beteiligten Ärzte an der Nase operiert.   › Weiterlesen

  • Durchführung einer Koloskopie bei gesundheitlich vorbelasteten Patienten

    Eine 54-jährige Patientin wurde von ihrer Gynäkologin wegen eines im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung festgestellten positiven Haemocult-Testes zur fachärztlichen Untersuchung an einen Gastroenterologen überwiesen. In der gastroenterologischen Praxis erhielt die Patientin von der Arzthelferin ein Merkblatt in der Form einer Kurzanleitung zur Darmvorbereitung mit dem Termin, an dem die Untersuchung stattfinden sollte. Die Patientin hat die Arzthelferin auf ihre Herzerkrankung und die Tatsache, dass sie Medikamente einnehmen müsse, aufmerksam gemacht.   › Weiterlesen

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Auf 24 Seiten informiert die Broschüre über ausgewählte Ereignisse und Aktivitäten im Zeitraum 2016 bis 2017.

Die siebte Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg findet statt am 25.11.2017 um 9.30 Uhr in der KVBW. 

Weitere Informationen für Delegierte

Wichtige Informationen für Ärztinnen und Ärzte, die sich in der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen engagieren wollen.

Für unser Team suchen wir weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Hier finden Sie aktuelle Stellenangebote der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der vier Bezirksärztekammern.

Für suchtkranke Ärztinnen und Ärzte: Interventionsprogramm

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

Hier finden Sie verkehrsmedizinisch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte.

Neu: "Empfehlungen zur ärztlichen Fortbildung" vom 24.April 2015 in 4. überarbeiteter Auflage in Kraft getreten. Weitere Infos