Neonatalerhebung Baden-Württemberg: Projektbeschreibung und Statistik

Die Neonatalerhebung in Baden-Württemberg wurde seit 1987 durchgeführt, sie ist damit nach der Perinatologie die älteste flächendeckende externe Qualitätssicherungsmaßnahme im Lande. Die von der Maßnahme betroffenen Kliniken nahmen alle seit Beginn teil. Die Landesmaßnahme endete mit der Erhebung 2009.

Seitdem der Vertrag über die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg (ARGE) Qualitätssicherung ärztlicher Leistungen in der Krankenhausbehandlung von den Vertragspartnern gekündigt worden war, führte die Landesärztekammer die Erhebung seit dem Jahrgang 1997 im Auftrag der Projektgeschäftsstelle Qualitätssicherung im Krankenhaus bei der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft e.V. durch, über die auch die Finanzierung der Maßnahme abgewickelt wurde. 

Die vom Arbeitskreis der Neonatalerhebung der Bundesländer erarbeitete und empfohlene modifizierte Neonatalerhebung wurde zum 1.1.1997 in Baden-Württemberg eingeführt. Seit dem Jahrgang 1999 wurden die Daten in allen beteiligten 31 Kinderkliniken (15 Perinatologische Zentren und 16 Schwerpunktkliniken) elektronisch erfasst. Die Vollzähligkeit der von den Kliniken übermittelten Daten wurden mit den Angaben der Klinikverwaltungen zur Zahl der aufgenommenen Neugeborenen (1.-10. Lebenstag) abgeglichen. 
Die Projektgeschäftsstelle der Landesärztekammer führte die Auswertung der Neonatalerhebung selbst mit einem Programm aus Westfalen-Lippe durch. Jede beteiligte neonatologische Einrichtung erhielt nach Abschluss des jeweiligen Erhebungsjahres eine ausführliche und differenzierte Auswertung ihrer eigenen Daten sowie die entsprechende landesweite Gesamtstatistik. 

Die Ärztliche Arbeitsgruppe Neonatalerhebung - in Verbindung mit der Abteilung Fortbildung und Qualitätssicherung der Landesärztekammer - bewertete darüber hinaus alljährlich das statistisch aufbereitete Datenmaterial. Aus den Qualitätsindikatoren der Neonatalerhebung wurden zehn ausgewählt, nach denen die Ergebnisse der teilnehmenden Kliniken beurteilt wurden, ohne dass der Arbeitsgruppe die Kliniken namentlich bekannt wurden: 

  • Regionalisierung
  • Mortalität nach Schwangerschaftsdauer und Geburtsgewicht
  • CRIB-SCORE-Analyse
  • Sauerstoffzufuhr über mehr als 28 Tage, maschinelle Beatmung
  • Antibiotika-/Sepsisrate
  • Retinopathie
  • Hörscreening
  • Körperliche Entwicklung
  • Liegedauern
  • Entlassungsgewichte

Bei Auffälligkeiten (gegenüber der Gesamtstatistik) nahmen die Arbeitsgruppe über die Landesärztekammer mit dem jeweiligen Haus Kontakt auf, erbat Erläuterungen und Stellungnahmen, bot fachkundige Beratung an. Hierbei blieb die Identität des jeweiligen Hauses der Arbeitsgruppe verborgen. 

Mit der Veröffentlichung der Gesamtstatistik soll Interessierten, die nicht an der Maßnahme beteiligt waren, ein Einblick in die Qualitätssicherung in der Behandlung Früh- und Neugeborener in Baden-Württemberg gegeben werden und zu einer größeren Transparenz beitragen. 

PD Dr. med. Roland Hentschel
Arbeitsgruppenvorsitzender Neonatalerhebung Baden-Württemberg
(bis Maßnahmenende)

letzte Änderung am 01.03.2011

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