Evaluation der Weiterbildung 2011 - Die Ergebnisse

Mit dem Projekt „Evaluation der Weiterbildung” wollen die Bundesärztekammer und die Landesärztekammern Stärken und Schwächen des ärztlichen Weiterbildungssystems ausloten. Befragt wurden 2009 und 2011 weiterzubildende Ärztinnen und Ärzte (WBA) und Weiterbildungsbefugte (WBB). Jetzt ist die zweite Runde der Evaluation der Weiterbildung abgeschlossen.

I. Ergebnisse bundesweit
·    Beteiligung WBB:
2011 wurden rund 40.000 weiterbildungsbefugte Ärztinnen und Ärzte bundesweit angeschrieben und um Teilnahme an dem Projekt, dass nunmehr alle 17 Landesärztekammern zeitgleich durchgeführt haben, gebeten. 17.400 Weiterbildungsbefugte (WBB) bilden derzeit einen oder mehrere Weiterbildungsassistenten weiter. 22.600 Weiterbildungsbefugte haben rückgemeldet, dass sie derzeit niemanden weiterbilden. Von den damit aktiven Weiterbildern haben sich 53,3 %, in Zahlen 9.276 Befugte bundesweit an der Befragung beteiligt und den Befugtenfragebogen ausgefüllt.

·    Beteiligung WBA:
53.126 Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung (WBA) wurden im ETHZ-Portal angemeldet. Obwohl sich bei der Befragungsrunde 2011 die Weiterbildungsassistenten auch direkt über die Ärztekammer registrieren lassen konnten, wurde der Großteil der WBA, nämlich 45.681 nach wie vor über den Weiterbildungsbefugten angemeldet. Nur 7.445 Weiterbildungsassistenten wurden durch die Ärztekammern registriert.

·    Rücklaufquote:
Die Rücklaufquote bei den Weiterbildungsbefugten lag 2011 niedriger als 2009 (2011: 53,3 %, 2009: 60,8 %). Bei der Weiterbildungsassistenten ist es umgekehrt. 2009 war die Rücklaufquote niedriger als 2011 (2011: 38,6 %, 2009: 32,8 %).

II. Ergebnisse Baden-Württemberg
·    Beteiligung WBB:

In Baden-Württemberg wurden 5.763 Weiterbildungsbefugte (WBB) angeschrieben, davon beschäftigten 2.663 mindestens einen Assistenten in Weiterbildung. Anders ausgedrückt: 3.100 Weiterbildungsbefugte sind inaktiv und haben derzeit keinen Weiterbildungsassistenten. Von den 2.663 WBB haben 957 einen Fragebogen ausgefüllt und abgesandt, was einer Beteiligungsquote von 35,94 % entspricht. Damit liegt Baden-Württemberg an vorletzter Stelle im Ranking der 17 Ärztekammern. Im Bundesdurchschnitt liegt die Rücklaufquote der WBBs bei 53,37 %.

·    Beteiligung WBA:
Der ETHZ wurden aus Baden-Württemberg 6.432 Weiterbildungsassistenten (WBA) entweder über den Weiterbildungsbefugten oder über die Landesärztekammer gemeldet. Davon haben 2.220 Assistenten (34,51 %) einen Fragebogen ausgefüllt und sich an der Befragung beteiligt. Im Bundesdurchschnitt liegt die Rücklaufquote der Weiterbildungsassistenten bei 38,53 %. Baden-Württemberg befindet sich damit bezüglich der Beteiligungsquote der WBAs im Mittelfeld, konkret an 11. Stelle.

·    Individueller Befugtenbericht:
Noch vor Weihnachten haben die Weiterbildungsbefugten ihre individuellen Befugtenberichte erhalten. Zu beachten ist, dass ein individueller Befugtenbericht nur dann vorliegt, wenn sich die Weiterbildungsbefugten und die Assistenten an der Evaluation beteiligt haben und keiner der nachfolgend aufgelisteten Tatbestände einer Veröffentlichung entgegen steht:
-    die Ergebnisse der WBAs, die sich an der Befragung beteiligt haben, aber im Zeitraum der Befragung nicht länger als zwei Monate an der Weiterbildungsstätte tätig waren, sind nicht in die Bewertung eingeflossen
-    es lagen weniger als vier ausgefüllte Fragebögen von Weiterbildungsassistenten vor und die Weiterbildungsassistenten haben nicht das Einverständnis erteilt, ihre Antworten für die Rückmeldung zu verwenden
Seit 20.12.2011 können die Weiterbildungsbefugten mit ihren Zugangscodes ihren individuellen Befugtenbericht über das ETHZ-Portal einsehen und bis zum 31.01.2012 entscheiden, ob die Ergebnisspinne auf der Homepage der Landesärztekammer veröffentlicht werden darf.

Ab Mitte Februar können dann die individuellen Ergebnisspinnen von den Weiterbildungsstätten, deren Weiterbildungsbefugte einer Veröffentlichung nicht widersprochen haben, über das Internetportal www.evaluation-weiterbildung.de von jedem Interessierten eingesehen werden. Da das Webportal der ETHZ Ende März geschlossen wird, werden die dort eingestellten Daten der baden-württembergischen Weiterbilder ab dem 01.04.2012 im Bereich "Weiterbildungsbefugte Ärzte" im Interauftritt der Landesärztekammer abrufbar sein.

III. Wichtig für die Interpretation der Ergebnisspinne

Die Bewertung erfolgt nach dem Schulnotensystem, d.h. je tiefer der Mittelwert in der Spinne ist, desto besser wurde im jeweiligen Fragenkomplex abgeschnitten. Wenn bestimmte Fragestellungen vom Weiterbildungsassistenten nicht beantwortet werden konnten oder der Weiterbildungsassistent angab, dass diese Frage für seine Tätigkeit nicht relevant ist, wurde der Wert „null“ (= fehlender Wert) angezeigt. Für die Berechnung der Mittelwerte wurden diese Werte nicht einbezogen. Die individuelle Befugnisspinne wird im Vergleich der Fachgruppe im Land und im Bund dargestellt. Mittels einer interaktiven Grafik wird darüber hinaus die Möglichkeit angeboten, selbst Vergleichskombinationen auf Landes- oder Bundesebene zu erstellen. Somit sind Fachgruppenvergleiche mit den Ergebnissen aus anderen Bundesländern oder der einzelnen Fachgruppen innerhalb von Baden-Württemberg voraussichtlich bis 31.03.2012 möglich.

 

Weitere Informationen sind bei der Bundesärztekammer zu finden. Das Deutsche Ärzteblatt berichtet in seiner Ausgabe vom 16. Dezember 2011 von einer "guten Zwei minus".

  • BÄK Ground

    30.000 Ärztinnen und Ärzte in Deutschland gaben 2011 Auskunft über die Weiterbildung und deren Rahmenbedingungen. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.   › Weiterlesen

  • Bundesrapport

    Die Situation von Ärztinnen und Ärzten, die sich in Weiterbildung befinden (WBA), steht seit Jahren im Mittelpunkt zahlreicher Debatten auf Bundes- und Länderebene. Die Rahmenbedingungen ärztlicher Tätigkeit haben sich deutlich verändert, u. a. Arbeitsverdichtung, zu viel Verwaltungsaufwand, zu großer Zeitdruck, mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie wirkt sich dies alles auf die Vermittlung von Weiterbildungsinhalten und Weiterbildungsabläufen aus? - Die ersten Ergebnisse der "Evaluation der Weiterbildung 2011" geben Antworten.   › Weiterlesen

  • Ergebnisspinne LÄK BW / Bund

    Direkter Vergleich der acht Fragekomplexe   › Weiterlesen

  • Länderrapport Landesärztekammer Baden-Württemberg

    Die landesbezogenen Ergebnisse der "Evaluation der Weiterbildung 2011".   › Weiterlesen

letzte Änderung am 31.03.2014

Kammer-im-Blick-2016-17-Teaser

Auf 24 Seiten informiert die Broschüre über ausgewählte Ereignisse und Aktivitäten im Zeitraum 2016 bis 2017.

Die siebte Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg findet statt am 25.11.2017 um 9.30 Uhr in der KVBW. 

Weitere Informationen für Delegierte

Wichtige Informationen für Ärztinnen und Ärzte, die sich in der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen engagieren wollen.

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Für suchtkranke Ärztinnen und Ärzte: Interventionsprogramm

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

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Neu: "Empfehlungen zur ärztlichen Fortbildung" vom 24.April 2015 in 4. überarbeiteter Auflage in Kraft getreten. Weitere Infos