Verbessern Sie Ihre diagnostischen Fähigkeiten!

Training am Patientensimulator (9 Fortbildungspunkte), freigeschaltet ab 3. Juni / Fortbildungsprojekt Landesärztekammer-INMEDEA

Zum Projekt, Freischalt-Code: 93V7H-g8E8y-VHW6c-53mUE-BJY5T

Informationen für Erstnutzer:

Die Vermeidung diagnostischer Irrtümer ist ein wesentlicher Aspekt der Patientensicherheit und derzeit Thema in zahlreichen medizinischen Fachzeitschriften. Professor Arthur S Elstein vom Department of Medical Education von der University of Illinois College of Medicine, der sich seit Jahren mit dieser Thematik befasst, geht von ca. 15 Prozent Irrtümern in der klinischen Medizin aus. Ein diagnostischer Irrtum wird dabei definiert als eine Diagnose, die nicht gestellt, falsch gestellt oder zu spät gestellt wird.

Im Unterschied zur Vermittlung reinen Faktenwissens oder einer spezifischen Fertigkeit, stellt sich die Frage, wie Diagnostizieren als komplexes Verhalten vermittelt, geübt und optimiert werden kann. Diagnostizieren kann als ein Prozess der Hypothesentestung verstanden werden oder auch als ein Wiedererkennen eines Musters, um nur zwei der gängigen Theorien anzuführen. Wie kann Verhalten gelernt werden, bei dem es um die Sichtung, Bewertung, Erkennung von Zusammenhängen und der gesteuerten Generierung von neuen Fakten geht? 

Eine der bewährten didaktischen Methoden sind Simulationen. Simulationen sind von der Sache her sehr aufwendig und teuer, besonders in der Medizin. Mit dem INMEDEA Simulator, der aus dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt "Prometheus", dem Grundstein für diese webbasierte eLearning Plattform hervorging, bietet sich eine einzigartige Lernmöglichkeit. Auf der Basis von virtuellen Patienten in virtuellen Kliniken und Räumen übt und optimiert der Arzt sein systematisches und auch ökonomisch sinnvolles Diagnostizieren und Therapieren.

In dem Modellprojekt werden Ihnen drei Patienten mit seltenen Erkrankungen vorgestellt. Mit dem Projekt erhofft sich die Landesärztekammer Einblicke in die Effizienz dieser Lernmethode und die Klärung weiterer Einsatzmöglichkeiten. Neben dem Spaß, der mit der Lösung der Fälle verbunden ist, geht - so hoffen wir, ein hoher, messbarer Lerneffekt einher. Für die vollständige Bearbeitung aller drei Fälle können neun Fortbildungspunkte erworben werden.

Ablauf:

Die drei virtuellen Patienten bestehen jeweils aus folgenden Lerneinheiten, die bewertet werden können:

  • Anamnese, körperliche Untersuchung, apparative Diagnostik - hier sollten 50 Prozent der wichtigen Items erkannt werden (1 Punkt).
  • Diagnose: die Diagnose wird über den ICD 10 eingegeben. Die ersten drei Stellen müssen korrekt sein (1 Punkt).
  • Nach Eingabe der Therapie werden 10 Fragen gestellt, die zu 70 Prozent richtig beantwortet werde müssen (1 Punkt).

Bei erfolgreichem Abschluss einer Lerneinheit werden die erworbenen Fortbildungspunkte an den Elektronischen Informationsverteiler (EIV) gemeldet und hierüber dem Fortbildungskonto zugeschrieben. Sofern noch kein Konto bestand, wird dieses eingerichtet. Darüber hinaus bekommt der Arzt eine Teilnahmebescheinigung.

Ansprechpartner:
M. Felsenstein 
Leiter der Abteilung Fortbildung und Qualitätssicherung
T. 0711 76989-46, E-Mail

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