Arzneimitteltherapie und Psychopharmakotherapie

Die Artikel stammen aus den Fachzeitschriften "Arzneimitteltherapie (AMT)" , "Chemotherapie Journal (CTJ) (bis 2012)" und "Psychopharmakotherapie (PPT)" (mit freundlicher Genehmigung).

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Arzneimitteltherapie

Psychopharmakotherapie

  • Osteoporose verschont Männer nicht

    Die Mehrheit der Ärzte in Deutschland schätzt nach wie vor die Osteoporose als eine typische Frauenkrankheit ein. Weltweit wird jedoch die Osteoporose des Mannes als zunehmendes erhebliches Gesundheitsproblem eingestuft. Für Deutschland ist aufgrund epidemiologischer Erhebungen belegt, dass etwa 20 % der 7,5 Millionen Osteoporosefälle in der Bevölkerung über 50-jährige Männer betreffen. Von diesen vermuteten 1,3 Millionen Männern wird jedoch ein großer Anteil nicht diagnostiziert und nicht behandelt. Für viele niedergelassene Ärzte bleibt ein Fall von männlicher Osteoporose in der eigenen Praxis etwas Ungewöhnliches. Diese Diagnose wird zu selten in Betracht gezogen, und bei den wenigen diagnostizierten Fällen bleibt die ursächliche Abklärung meist lückenhaft, sodass die Behandlung nicht selten inkonsequent oder sogar falsch erfolgt. (AMT 05/2017)   › Weiterlesen

  • Epilepsien

    Epilepsien gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Bei den meisten Patienten ist eine langfristige Therapie mit Antikonvulsiva erforderlich. Die vielfältigen Ursachen der Epilepsien bedingen sowohl unterschiedliche Therapien als auch eine differenzierte Prognose. Da randomisierte prospektive Studien zum Absetzen von Antikonvulsiva im Erwachsenenalter fehlen, kommt eine aktuelle Cochrane-Analyse zu dem Schluss, dass eine individualisierte Beratung anhand der bisher verfügbaren Daten erforderlich ist. Drei typische Patientenbeispiele im Artikel sollen dies illustrieren. (AMT 04/2017)   › Weiterlesen

  • Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom

    Lungenkrebs ist weltweit die führende Ursache für krebsbedingten Tod; das nichtkleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) ist für 80 % der Lungenkrebsfälle verantwortlich. Das Krankheitsstadium ist dabei einer der wichtigsten prognostischen Faktoren. Da spezifische Symptome im Frühstadium selten vorhanden sind, werden die meisten Patienten in einem lokal fortgeschrittenen oder fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, wenn die Prognose in der Regel von Metastasen bestimmt und die systemische Behandlung zur wesentlichen therapeutischen Option wird. In den letzten Jahren wurden große Fortschritte bei der Entwicklung neuer Arzneimittel für das NSCLC gemacht. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die aktuellen Standards und die neuesten Entwicklungen bei der systemischen Behandlung des NSCLC mit einem Fokus auf der zielgerichteten und der Immuntherapie. (AMT 03/2017)   › Weiterlesen

  • Psychostimulanzien: Spektrum der Verordnung und Morbidität

    In einem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekt wird der Off-Label-Use häufig verordneter Arzneimittel in einer Vollerfassung der Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung (Daten nach §§ 303a ff. SGB V) untersucht, um Erkenntnisse einerseits über seine Häufigkeit und Art zu gewinnen und andererseits Ansätze für gezielte Forschung für seltene Krankheiten gemäß dem Nationalen Aktionsplan für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (NAMSE) zu identifizieren. (PPT 02/2017)   › Weiterlesen

  • Thrombozytenaggregationshemmer: Spektrum der Verordnung und Morbidität

    In einem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekt wird der Off-Label-Use häufig verordneter Arzneimittel in einer Vollerfassung der Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung (Daten nach §§ 303a ff. SGB V) untersucht, um Erkenntnisse einerseits über seine Häufigkeit und Art zu gewinnen und andererseits insbesondere für seltene Krankheiten im Sinne der "NAMSE"- Ansätze (National action league for people with rare diseases) für gezielte Forschung zu identifizieren. Die Analyse für die Verordnungen verschiedener hrombozytenaggregationshemmer in den Jahren 2010 und 2011 ergab, dass Acetylsalicylsäure (ASS) wahrscheinlich vollständig konform mit den zugelassenen Anwendungsgebieten verordnet wurde, Clopidogrel, Prasugrel und Ticagrelor aber zu etwa 2 % bzw. jeweils 1 % im Wege des Off-Label-Use. (PPT 01/2017)   › Weiterlesen

  • Alzheimer-Krankheit

    Die Alzheimer-Demenz ist ein klinisches Syndrom und geht einher mit einer Störung der Merkfähigkeit, der Sprache und der Orientierung. Eine weitergehende differenzialdiagnostische Abklärung sollte bei Auftreten kognitiver Defizite erfolgen, um eine ätiologische Einordnung zu erlangen, die die Grundlage für eine spezifische Therapie darstellt. (AMT 01-02/2017)   › Weiterlesen

  • Muskelrelaxanzien in der Anästhesie und Intensivmedizin

    Die Muskelrelaxation ist ein fester Bestandteil der modernen Anästhesiologie. Sie verbessert signifikant die Intubationsbedingungen und vermindert dadurch die intubationsbedingte laryngeale Morbidität. Zudem trägt sie zur Verbesserung der operativen Bedingungen bei abdominellen und thoraxchirurgischen Eingriffen bei. (AMT 12/2016)   › Weiterlesen

  • Aktuelles zur Psychopharmakotherapie

    Trotz hohem Bedarf angesichts der Häufigkeit psychischer Krankheiten und vieler therapeutischer "unmet needs" wurden in den letzten Jahren nur wenige neue Psychopharmaka eingeführt. An der Hürde des in Deutschland zu belegenden "Zusatznutzens" scheiterten Lurasidon und jüngst Vortioxetin, für das der Hersteller angesichts eines angebotenen Tagestherapiepreises von 9 Cent keine Re-Finanzierungschance sah. (AMT 11/2016)   › Weiterlesen

  • Das metastasierte Nierenzellkarzinom

    Die Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms war noch vor wenigen Jahren äußerst frustrierend: Chemo- und Hormontherapie zeigen keine Wirksamkeit, die Strahlentherapie war ebenfalls mehr oder weniger unwirksam. Lediglich die Immuntherapie mit den Zytokinen Interferon alfa beziehungsweise Interleukin 2 zeigte Effekte, konnte aber insgesamt nur bei wenigen Patienten einen Aufschub der Tumorprogression bewirken. (AMT 10/2016)   › Weiterlesen

  • Medikamentöse Therapie der Hepatitis C

    Die medikamentöse Therapie der Hepatitis C wurde in den letzten Jahren revolutioniert. Interferonbasierte Therapien haben heutzutage wegen potenziell schwerwiegenden Nebenwirkungen und unzureichender Effizienz im Vergleich zu Therapien, die auf sogenannten DAAs (Directly acting antiviral agents) basieren, keinen Stellenwert mehr. (AMT 09/2016)   › Weiterlesen

  • Opioide in der Anästhesie

    Opioide sind die ältesten und bis heute potentesten Mittel zur Therapie akuter und chronischer Schmerzen. Ihr Einsatz in der Anästhesie führte zu einer deutlichen Zunahme der Patientensicherheit während der Allgemeinanästhesie. Vor allem kardiovaskulär nachteilige Wirkungen, wie sie aus Narkoseverfahren mit hoch dosiertem Einsatz von Barbituraten und volatilen Anästhetika bekannt sind, lassen sich durch ihre Anwendung reduzieren. (AMT 7-8/2016)   › Weiterlesen

  • Wirkungsmechanismen, Effektivität und klinische Anwendung von Milnacipran

    Neben Serotonin und Dopamin wird auch dem weiteren Monoamin Noradrenalin eine zentrale Rolle bei der Entstehung depressiver Symptomatik zugeschrieben. Störungen des Noradrenalin-Systems scheinen besonders bei Antriebslosigkeit und kognitiven Einschränkungen von Bedeutung zu sein. Diese Erkenntnisse zogen die Entwicklung von Antidepressiva mit kombinierten Wirkweisen, zum Beispiel Serotonin-Noradrenalin- iederaufnahmehemmern (Serotonin-norepinephrine reuptake inhibitor, SNRI), nach sich. (PPT 6/2016)   › Weiterlesen

  • Voriconazol

    Das Azol-Antimykotikum Voriconazol ist aktuellen nationalen und internationalen Therapieleitlinien zufolge das Medikament der ersten Wahl bei invasiven Aspergillosen. Der Einsatz von Voriconazol ist mit einer ausgeprägten interindividuellen und intraindividuellen Variabilität der Plasmaspiegel verbunden. Ein Zusammenhang der Wirksamkeit von Voriconazol mit der Wirkstoffexposition erscheint verschiedenen Untersuchungen zufolge wahrscheinlich. Plasmaspiegel-gesteuerte Dosisanpassungen können der Therapieoptimierung dienen, doch ist deren klinischer Nutzen nicht in ausreichendem Maße prospektiv belegt, und es bestehen Unsicherheiten in Bezug auf den Zielbereich und geeignete Dosisanpassungen. (AMT 6/2016)   › Weiterlesen

  • Klinisch relevante Behandlungsziele in der Therapie der Alkoholabhängigkeit

    Mithilfe dieser Delphi-Panel-Erhebung sollte eine Gewichtung von Behandlungszielen in der Therapie der Alkoholabhängigkeit aus dem praktischen Alltag erhoben werden. (PPT 5/2016)   › Weiterlesen

  • Empfehlungen zur Arzneimitteltherapie in der S3-Leitlinie Palliativmedizin

    Tumorerkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland und der Bedarf an palliativmedizinischer Versorgung wächst. Die Integration palliativmedizinischer Behandlungsansätze in die Versorgung onkologischer Patienten kann einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Lebensqualität leisten. Die 2015 publizierte S3-Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung", die durch das Leitlinienprogramm Onkologie gefördert wurde, stellt einen wichtigen Schritt in der Schaffung einheitlicher, evidenzbasierter Therapieempfehlungen dar. Diese können helfen, die Versorgung von Palliativpatienten in Deutschland zu verbessern. Die Leitlinie behandelt verschiedene Aspekte der Palliativversorgung von Tumorpatienten. (AMT 5/2016)   › Weiterlesen

  • Pharmakotherapie der ADHS im Erwachsenenalter

    Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine häufige Erkrankung im Kindes- und Jugendalter. Bei vielen Patienten setzt sich die Störung auch ins Erwachsenenalter fort und führt zu Beeinträchtigungen der Alltagsbewältigung in vielen Lebensbereichen. Im DSM-5 liegen nun erstmals auch explizit diagnostische Kriterien für die ADHS des Erwachsenenalters vor. (PPT 4/2016)   › Weiterlesen

  • Toxische Wirkungen ausgewählter Antibiotika

    Antibiotika werden häufig zur Therapie bakterieller Infektionen eingesetzt. Obwohl ein ideales Antibiotikum die Funktionen des menschlichen Organismus nicht beeinflussen sollte, ist jede Antibiotikatherapie mit gewissen Risiken verbunden, denn toxische Wirkungen sind von jedem Antibiotikum bekannt und können mitunter schwerwiegende Folgen haben. In dieser Übersicht werden einige toxische Wirkungen ausgewählter Antibiotika genauer betrachtet. Andere Risiken einer antibakteriellen Therapie, wie die mikrobiologisch bedingten Nebenwirkungen, werden hier nicht diskutiert. Derartige unerwünschte Effekte, wie Diarrhöen und Candida-Infektionen, sind jedoch bei der Anwendung von Antibiotika stets zu berücksichtigen. (AMT 4/2016)   › Weiterlesen

  • Medikamentöse Therapie ausgewählter Formen der sekundären Osteoporose

    Den sekundären Osteoporosen liegen eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen, jedoch auch Nebenwirkungen oder Folgen einer medikamentösen oder operativen Therapie zugrunde. Eine Besonderheit der sekundären gegenüber der postmenopausalen Osteoporose liegt darin, dass sich deren Entwicklung und Ausmaß häufig über die Behandlung der Grunderkrankung oder Modifizierung einer Osteoporose-begünstigenden Pharmakotherapie günstig beeinflussen lassen. (AMT 3/2016)   › Weiterlesen

  • Frühdiagnostik und -behandlung der Schizophrenie

    Durch frühzeitige und nachhaltige Behandlung können bei der Schizophrenie sowohl Symptomatik als auch Funktionsniveau, Lebensqualität und Kosten deutlich verbessert werden. Bisher besteht bei Patienten mit Erstmanifestation in Deutschland eine durchschnittliche Dauer der unbehandelten Psychose von einem Jahr und die Mehrzahl der Betroffenen beendet die Therapie vorzeitig. Dies verschlechtert die Langzeitprognose hinsichtlich direkter und indirekter Krankheitsfolgen erheblich. (PPT 2/2016)   › Weiterlesen

  • Botulinumtoxin - ein neuer Wirkstoff in der Psychopharmakotherapie?

    Trotz seiner hohen Toxizität für den Menschen wird es bereits seit Jahren in der Medizin therapeutisch eingesetzt. Nachdem sein Nutzen zunächst in der Behandlung von neurologischen Störungsbildern und Störungen des Muskeltonus erkannt wurde, weisen nun erste Befunde auf eine potenziell hochwirksame Anwendung in der Behandlung von Depressionen hin. (PPT 1-2/2016)   › Weiterlesen

  • Die chronische myeloische Leukämie (CML) im Zeitalter der Tyrosinkinase-Inhibitor-Therapie

    Grundlage der Pathophysiologie der chronischen myeloischen Leukämie (CML) ist die Translokation t(9;22), die zur Entstehung des BCR-ABL-Fusionstranskripts führt. Zur Inhibition des resultierenden Fusionsproteins stehen mittlerweile fünf zugelassene Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) der ersten (Imatinib), zweiten (Bosutinib, Dasatinib und Nilotinib) und dritten (Ponatinib) Generation zur Verfügung, welche zu einer eindrücklichen Verbesserung der Prognose der CML geführt haben. (AMT 1-2/2016)   › Weiterlesen

  • Kopfschmerzmittel in der Schwangerschaft

    Kopfschmerzen sind ein häufiges Symptom während der Schwangerschaft. Zumeist handelt es sich um eine idiopathische Kopfschmerzerkrankung (z. B. Migräne, Kopfschmerz vom Spannungstyp, Clusterkopfschmerzen), die in der Schwangerschaft erstmals auftreten oder sich verändern kann. Vor Einleiten einer Therapie muss immer ein symptomatischer sekundärer Kopfschmerz ausgeschlossen werden. Sowohl in der Akuttherapie als auch in der prophylaktischen Therapie sollte der Fokus auf einer nichtmedikamentösen Behandlung liegen, da jegliche Medikation mit einer potenziellen Gefahr für das ungeborene Leben einhergeht. (PPT 6/2015)   › Weiterlesen

  • SGLT2-Inhibitoren

    Die Behandlung des Typ-2-Diabetes stellt weiterhin eine Herausforderung dar, da es bei einem relevanten Anteil der Patienten nicht gelingt, das HbA1c-Therapieziel zu erreichen oder zu erhalten. Obwohl zahlreiche orale Antidiabetika verfügbar sind, ist deren Effektivität unter anderem durch unerwünschte Wirkungen wie Gewichtszunahme oder Hypoglykämie limitiert. Es besteht daher ein Bedarf nach neuen antidiabetischen Substanzen mit verbessertem Nutzen-Risiko-Profil. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben sich auf die Niere als potenzielles therapeutisches Ziel in der Diabetestherapie fokussiert. (AMT 5/2015)   › Weiterlesen

  • Psychopharmakotherapie bei gerontopsychiatrischen stationären Patienten

    Bedingt durch Multimorbidität und Polypharmazie verbunden mit Einschränkungen der renalen und hepatischen Funktion sind ältere Patienten anfälliger für durch Medikamente ausgelöste Nebenwirkungen. Für den deutschen Sprachraum wurde daher 2010 die sogenannte PRISCUS-Liste veröffentlicht, in der insgesamt 83 Arzneistoffe als potenziell inadäquat für ältere Patienten bewertet wurden. Ziel der vorliegenden Studie war es, für den Bereich der gerontopsychiatrischen stationären Versorgung anhand einer Stichprobe das tatsächliche Verordnungsverhalten von Psychopharmaka diagnosespezifisch abzubilden, Häufigkeiten der Verschreibung potenziell inadäquater Medikation anzugeben sowie die Empfehlungen der PRISCUS-Liste dem tatsächlichen Verordnungsverhalten gegenüberzustellen. (PPT 3/2015)   › Weiterlesen

  • Aktuelle Therapie der Tuberkulose

    Die Tuberkulose ist weltweit mit fast 9 Millionen Erkrankten und 1,3 Millionen jährlichen Todesfällen unverändert eine gewaltige Herausforderung für die jeweiligen Gesundheitssysteme. Insbesondere HIV-Koinfektionen und die Zunahme von Tuberkulose-Erkrankungen durch multibzw. extensiv resistente Erreger (MDR/XDR) stellen beträchtliche therapeutische Probleme dar. Basis der Behandlung ist der Erreger-Nachweis mit Resistenzbestimmung. (AMT 3/2015)   › Weiterlesen

  • Fahrtauglichkeit unter Antidepressiva

    Die Datenlage bezüglich Fahrtauglichkeit unter Antidepressiva ist insgesamt dünn und von einer Reihe von methodischen Problemen gekennzeichnet. Erst aus jüngster Zeit liegen fundierte Patientenstudien zur Frage der kognitiven Dysfunktion bei Depressiven und differenzieller Effekte verschiedener Antidepressiva auf neuropsychologische Funktionen vor. Das neue Antidepressivum Vortioxetin scheint aufgrund seines multimodalen Wirkungsmechanismus diesbezüglich günstige Effekte zu besitzen. Basis der Fahrtauglichkeitsbeurteilung sind rechtliche Grundlagen einschließlich Informations- und Dokumentationspflicht. (PPT 1/2015)   › Weiterlesen

  • Aktuelle Strategien zur Therapie der Hepatitis C

    In den letzten Jahren kam es zu einer revolutionären Erweiterung des medikamentösen Repertoires zur Therapie der Hepatitis C. Dank der Zulassung der direkt-antiviral wirksamen Arzneimittel Sofosbuvir, Simeprevir, Daclatasvir, Ledipasvir und der bevorstehenden Zulassung weiterer potenter Substanzen, kann heute das Hepatitis-C-Virus (HCV) bei den allermeisten infizierten Patienten dauerhaft eliminiert werden. In dieser Übersicht fassen wir die aktuellen Therapieempfehlungen, die Kombinationstherapien mit und ohne pegyliertes Interferon alfa umfassen, zusammen. (AMT 1/2015)   › Weiterlesen

  • Kombinationstherapie/Polypharmazie

    Arzneimittelkombinationen mit fünf oder mehr Arzneimitteln sind häufig und nicht selten auch notwendig im Alltag der Pharmakotherapie, um einen möglichst guten Behandlungserfolg zu erzielen. Mit steigender Anzahl an Arzneistoffen steigt allerdings das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) und Arzneimittelwechselwirkungen. Für Psychopharmaka wurden viele pharmakodynamische und pharmakokinetische Arzneimittelwechselwirkungen zufällig entdeckt. Die Erkenntnisfortschritte der vergangen Jahrzehnte haben dazu geführt, dass Arzneimittelwechselwirkungen nun weitgehend vorhersehbar sind. (AMT 12/2014)   › Weiterlesen

  • HIV-Infektion im Kindesalter

    Nationale und internationale Leitlinien haben dazu beigetragen, die Versorgungsqualität von mit HIV infizierten Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Vor Indikationsstellung für eine antiretrovirale Therapie (ART) bedarf es zunächst der exakten Diagnosestellung. Die lebenslang durchzuführende ART ist eine Kombinationstherapie, die an verschiedenen Stellen in die Virusreplikation eingreift. Die Therapieindikation im Kindes- und Jugendalter richtet sich nach Klinik, Alter und der CD4-Zellzahl. Häufigster Grund für einen Anstieg der Viruslast unter ART ist eine mangelnde Therapieadhärenz. Im Falle eines tatsächlichen Therapieversagens ist eine Resistenztestung und schließlich Anpassung der kombinierten Therapie erforderlich. Die Transition von Jugendlichen ist eine weitere besondere Aufgabe. (AMT 11/2014)   › Weiterlesen

  • Pharmakotherapie beim Pankreaskarzinom

    Das duktale Pankreaskarzinom gehört zu den Tumorerkrankungen mit einer sehr ungünstigen Prognose. Das weitgehende Fehlen von Frühsymptomen sowie die aktuell nicht vorhandene diagnostische Zugänglichkeit von Vorläuferläsionen führen meist zu einer erst späten Diagnose. Nur bei etwa 15 bis 20 % der Patienten besteht die Möglichkeit der einzigen potenziell kurativen Therapie, der Operation. (AMT 10/2014)   › Weiterlesen

  • Therapie der arteriellen Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen

    Geänderte Lebensbedingungen, die zunehmend zu körperlicher Inaktivität und Übergewicht führen, sind vermutlich die Hauptursache für die Etablierung von Risikofaktoren für kardiovaskulär Folgeerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, die bis vor einiger Zeit hauptsächlich bei älteren Menschen anzutreffen waren. Ein erhöhter Body-Mass-Index ist längerfristig ein wesentlicher Risikofaktor für eine primäre arterielle Hypertension im Kindes- und Jugendalterdenn er ist zugleich verantwortlich für strukturelle und funktionelle Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems. (AMT 9/2014)   › Weiterlesen

  • Aktuelle Aspekte in der Therapie der HIV-Infektion

    In kaum einem anderen medizinischen Bereich ist es durch die medikamentösen Neuerungen der vergangenen knapp 20 Jahre zu so einer revolutionären Veränderung eines Krankheitsbilds gekommen wie im Bereich der HIV-Infektion. Mit einer modernen antiretroviralen Kombinationstherapie (cART) kann bei ausreichend früher Diagnose und Therapieeinleitung heutzutage eine annähernd normale Lebenserwartung HIV-Infizierter angenommen werden. (AMT 7-8/2014)   › Weiterlesen

  • Polypharmazie in der Behandlung depressiver Störungen

    Viele der derzeit gültigen Therapiestandards empfehlen in der Behandlung psychischer Erkrankungen nachdrücklich eine Monotherapie. In der klinischen Praxis werden jedoch in der Depressionsbehandlung mehr oder weniger häufig Kombinations- oder Augmentationsbehandlungen durchgeführt. Eine international konsentierte Definition existiert bislang nicht, sodass nachfolgend eine Kombination als die gleichzeitige Verordnung von zwei oder mehreren Antidepressiva von einer Augmentation als der simultanen Verordnung eines Antidepressivums mit einem oder mehreren (Psycho-)Pharmaka einer anderen Kategorie unterschieden wird. In diesem Beitrag sollen die wesentlichen Kombinations- und Augmentationsstrategien bei depressiven Erkrankungen dargestellt werden. (PPT 6/2014)   › Weiterlesen

  • Therapie der chronischen Migräne

    Die Häufigkeit der chronischen Migräne liegt in Deutschland bei etwas über einem Prozent der Allgemeinbevölkerung. Der hiermit verbundene Leidensdruck der Patienten und Inanspruchnahme der medizinischen Versorgung ist hoch. Häufig werden Patienten falsch oder zu spät behandelt, was eine weitere Chronifizierung der Erkrankung zulässt und begünstigt. Arzneimittelübergebrauch und hohes Körpergewicht sind wichtige Risikofaktoren für die Chronifizierung. (AMT 6/2014)   › Weiterlesen

  • Aktuelle Entwicklungen in der medikamentösen Parkinson-Therapie

    Parkinson-Patienten und -Therapeuten warten mit großer Spannung auf neue Medikamente, die möglichst bisher nicht erfüllte Anforderungen an die Therapie des idiopathischen Parkinson-Syndroms möglich machen sollen. Zu diesen sogenannten "unmet needs" gehören insbesondere die Dyskinesien, aber auch die Psychose, die Demenz und Störungen des autonomen Nervensystems bei Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom. (PPT 5/2014)   › Weiterlesen

  • Thrombolyse beim akuten ischämischen zerebralen Insult

    Die systemische intravenöse Thrombolyse mit dem rekombinanten Tissue-type-Plasminogen-Activator ist für ein Zeitfenster bis 4,5 Stunden nach Beginn der Symptome eines ischämischen zerebralen Insults in Deutschland zugelassen und verbessert das klinische Outcome trotz erhöhtem Risiko für eine symptomatische intrakranielle Blutung. Das Blutungsrisiko kann mit Veränderungen in der zerebralen Computertomographie, Vorerkrankungen und gerinnungsaktiver Vormedikation nur bedingt abgeschätzt werden. (AMT 5/2014)   › Weiterlesen

  • Vortioxetin - ein multimodales Antidepressivum

    Mit Vortioxetin ist seit Ende 2013 unter dem Handelsnamen Brintellix® ein neuartiges Antidepressivum für den europäischen Markt zugelassen. Der Wirkstoff wird der Klasse der sogenannten multimodalen Antidepressiva zugeordnet, weil er mit verschiedenen Serotonin-Rezeptoren interagiert und zusätzlich den Serotonin-Transporter inhibiert. Plazebo-kontrollierte, doppelblinde Kurz- und Langzeitstudien, teilweise mit aktiver Referenzsubstanz, lieferten den Nachweis für eine gute antidepressive Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit. Besonders vorteilhaft ist die Datenlage für Vortioxetin hinsichtlich der geringen Inzidenz von unerwünschten Nebenwirkungen und die Hinweise für die Verbesserung kognitiver Störungen im Rahmen einer Depression. (PPT 4/2014)   › Weiterlesen

  • Toxische Myopathien

    Unter toxischen Myopathien werden Muskelschäden durch externe Einflüsse wie Arzneimittel oder Alkohol und Drogen verstanden. Alkohol-induzierte Myopathien sind dabei deutlich häufiger als Arzneimittel-induzierte Myopathien, die vor allem durch zu hohe Arzneimitteldosen auftreten. Das Spektrum ist äußerst vielfältig und reicht von lokalen Muskelschäden bis hin zu generalisierten Verlaufsformen wie der nekrotisierenden Myopathie.Die kausale Therapie toxischer Myopathien besteht aus der Beseitigung der ursächlichen Noxe. (AMT 4/2014)   › Weiterlesen

  • Motivation zur Depotmedikation bei Patienten mit Schizophrenie

    Die zunehmende Anzahl verfügbarer atypischer Depot-Antipsychotika stellt eine Bereicherung der Therapiealternativen dar. Gerade in Anbetracht der erheblichen Adhärenz-Problematik schizophrener Patienten liegt eine intramuskuläre und die damit sichergestellte Verabreichung einer antipsychotischen Medikation nahe. Nur bei dieser Darreichungsform ist ein valides Adhärenz-Monitoring der Patienten durchführbar. Es ergibt sich im Rahmen einer Depottherapie die Möglichkeit, bei einer auftretenden Non-Adhärenz durch Nichterscheinen zum vereinbarten Termin direkt zu intervenieren und zu dem Patienten Kontakt aufzunehmen. (PPT 3/2014)   › Weiterlesen

  • Dimethylfumarat

    Seit Februar 2014 ist das Fumarsäurederivat Dimethylfumarat (Prüfsubstanz BG-12, Handelsname Tecfidera®) für die Behandlung der schubförmigen multiplen Sklerose (RRMS) in Deutschland verfügbar, nachdem zwei große Phase-III-Studien (CONFIRM und DEFINE) erfolgreich abgeschlossen wurden. Anhand der Studienergebnisse wird eine orale Dosierung zur Behandlung der RRMS von zweimal täglich 240 mg Dimethylfumarat als optimal angesehen. (AMT 3/2014)   › Weiterlesen

  • Depression und kognitive Dysfunktion

    Die Depression gehört aufgrund ihrer hohen Lebenszeitprävalenz von etwa 15 % zu den drängendsten Gesundheitsproblemen in der Medizin. Aufgrund des oft frühen Beginns und des häufig rezidivierenden oder chronischen Verlaufs führt die Depression zu einer massiven Beeinträchtigung des sozialen Funktionsniveaus im privaten und beruflichen Kontext. Eine wichtige Rolle spielt dabei die kognitive Beeinträchtigung. Diese ist bei vielen depressiven Patienten nicht nur während der depressiven Phase, sondern auch noch während der Remission zu finden. (PPT 2/2014)   › Weiterlesen

  • Teriflunomid

    Seit Oktober 2013 ist mit Teriflunomid (Aubagio®) ein neues orales Medikament in Deutschland zur Immuntherapie der multiplen Sklerose auf dem Markt. Die Substanz wurde in großen klinischen Studien getestet und hat sich in der Therapie der schubförmigen multiplen Sklerose als wirksam erwiesen. Teriflunomid konnte in der zugelassenen Dosis von 14 mg/Tag die Schubfrequenz signifikant reduzieren und das Fortschreiten der Behinderung verlangsamen. Damit ist das Medikament - auch weil es nur einmal täglich appliziert werden muss - eine Alternative zu den zugelassenen Ersttherapien wie Interferon beta und Glatirameracetat. (PPT 1/2014)   › Weiterlesen

  • Aktuelle Therapie neuroendokriner Tumoren

    Neuroendokrine Tumoren sind selten. Ihre Inzidenz nimmt aber seit etwa drei Jahrzehnten zu. Die Tumoren können entweder mit einem charakteristischen klinischen Syndrom einhergehen oder klinisch "stumm" sein. Dann fallen sie durch ein verdrängendes Tumorwachstum oder als Zufallsbefunde auf. Die bildgebende Diagnostik umfasst Ultraschall, CT, MRT, die Somatostatinrezeptorszintigraphie und PET-Untersuchungen unter Verwendung spezieller Tracer wie 68Gallium. (AMT 1-2/2014)   › Weiterlesen

  • Portale Hypertension

    Der Schweregrad der portalen Hypertension wird durch die Höhe des pathologisch gesteigerten Gefäßwiderstands der Leber sowie das Ausmaß des portalvenösen Einstroms determiniert. Dabei findet sich eine gegensätzliche vaskuläre Dysregulation in der splanchnischen und der hepatischen Zirkulation: Intrahepatisch besteht ein erhöhter Gefäßtonus aufgrund eines Übergewichts an vasokonstriktiven Stimuli und Effektormechanismen, während die Splanchnikuszirkulation einen verminderten Gefäßtonus infolge eines Übergewichts vasodilatativer Mediatoren und verminderter Ansprechbarkeit auf Vasokonstriktoren aufweist. (AMT 12/2013)   › Weiterlesen

  • Neue medikamentöse Therapieansätze bei akuter Herzinsuffizienz

    Die akute Herzinsuffizienz ist der häufigste Grund für eine Krankenhauseinweisung bei über 65-Jährigen, mit einer Krankenhaussterblichkeit von ca. 10 % und einer Ein-Jahres-Letalität bis zu 30 %. In Abhängigkeit von der Form der kardialen Dekompensation besteht die Therapie in der Gabe von Sauerstoff, Diuretika, Nitraten, Opiaten und - bei Hypotonie und Schock - Inotropika und Vasopressoren. Mehrere neue Therapiekonzepte - Ultrafiltration, natriuretische Peptide, Blockade von Endothelin A-Typ-, B-Typ-, Vasopressin-V2- und Adenosin-A1-Rezeptoren sowie Aktivierung der löslichen Guanylatcyclase – haben in randomisierten kontrollierten Prognosestudien keine günstigen oder inakzeptable unerwünschte Wirkungen gezeigt. (AMT 09/2013)   › Weiterlesen

  • Paliperidonpalmitat in der Langzeittherapie der Schizophrenie

    Die Schizophrenie ist eine häufige Erkrankung, die wegen ihrer Rezidivneigung und einem zum Teil ungünstigen Langzeitverlauf häufig zu einer frühzeitigen Berentung führt und die Unfähigkeit einer selbstständigen Lebensführung mit sich bringt. Gerade das Überwiegen oder die Zunahme von Negativsymptomen im Krankheitsverlauf wird von den Betroffenen als besonders quälend empfunden. Dies führt auch zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen. Die kontinuierliche Therapie mit Antipsychotika ist, neben psychosozialen Therapien, eine der Hauptstützen der Rezidivprophylaxe. Die zuverlässige Sicherstellung einer kontinuierlichen antipsychotischen Medikation kann durch die Verwendung langwirksamer Antipsychotika im Besonderen gewährleistet werden. (PPT 6/2013)   › Weiterlesen