Medizinische Begutachtung

Die Fachartikel stammen fast alle aus der Fachzeitschrift "Der Medizinische Sachverständige" (mit freundlicher Genehmigung).

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  • Aktuelles in der Begutachtung im Beamtenrecht - Einstellung, Dienstfähigkeit, Prognose - aus medizinischer Sicht

    Durch die BVerwG Urteile 2 C 12.11 und 2 C 18.12 vom 25. Juli 2013 wurde ein Paradigmenwechsel in der Einstellungsbegutachtung eingeleitet. Bisher galt, dass die gesundheitliche Eignung bereits dann fehlte, wenn die Möglichkeit häufiger Erkrankungen oder des Eintritts dauernder Dienstunfähigkeit vor Erreichen der Altersgrenze nicht mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden konnte. Jetzt sind Beamtenbewerber, deren Leistungsfähigkeit aktuell nicht eingeschränkt ist, gesundheitlich als Beamte nur dann nicht geeignet, wenn tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass eine vorzeitige Pensionierung vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze überwiegend wahrscheinlich ist. Dies führt zu einer geringeren Ablehnungsquote bei den Einstellungsuntersuchungen und zu Modifikationen der Untersuchung. (Heft 06/17)   › Weiterlesen

  • Neurologische Begutachtung: Schwierige Rechtsbegriffe

    Im gutachterlichen Alltag wird man häufig mit Begriffen konfrontiert, die aus ärztlicher und juristischer Perspektive unterschiedlich interpretiert oder verstanden werden. Hierzu zählen typischerweise die Begriffe wie "geeigneter Schaden", "Schadensanlage", "Vorschaden", "Brückensymptome", "wesentliche Teilursache", "Beweisfragen", "Überzeugungsbildung" oder "wissenschaftlicher Kenntnisstand". In diesem Beitrag werden aufbauend auf Vorträgen im Rahmen der 15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurowissenschaftliche Begutachtung (DGNB) 2013 in Karlsruhe diese Begriffe erläutert, um dem ärztlichen Gutachter den kompetenten Umgang mit den damit verbundenen juristischen Fragestellungen zu ermöglichen. (Heft 05/17)   › Weiterlesen

  • Schäden an Apo- und Epiphysen - ärztlich-gutachtliche und rechtliche Bewertung

    Die Knorpelfugen der Apo- und Epiphysen sind im Wachstumsalter druckbelastet und werden durch zusätzliche Strukturen stabilisiert - die Apophysen durch Sharpey’sche Fasern und durch ein tendinöses bzw. ligamentäres Gegenspannungssystem, die Epiphysen durch die Periphysen und die Form der Wachstumsfuge. Sowohl im Wachstumsalter als auch nach dessen Abschluss kann es im Apo- bzw. Epiphysenbereich zu Chondro- und/oder Osteonekrosen kommen, die zurSchwächung der Knorpelfugen führenund eine Lockerung und Lösung derApo- und Epiphysen verursachen können. (Heft 04/17)   › Weiterlesen

  • Begutachtung nach Flucht und Migration - Posttraumatische Belastungsstörung bei Asylbewerbern - aus medizinischer Sicht

    Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine der am häufigsten genannten psychiatrischen Diagnosen bei Asylsuchenden, wenn es um Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder aber um Feststellung inlandsbezogener Abschiebehindernisse geht. (Heft 03/17)   › Weiterlesen

  • Altersdiskriminierung in der gesetzlichen Unfallversicherung: Problematik der Schadensanlage bei älteren Menschen

    Am 14.08.2006 wurde in Deutschland das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vom Bundestag verabschiedet. Das Ziel des AGG ist es, Benachteiligungen aufgrund bestimmter soziologischer Merkmale zu verhindern oder zu beseitigen. Im § 1 des AGG wird ausdrücklich auch das Merkmal "Alter" genannt. In § 2 AGG wird unter den konkreten Benachteiligungen der Sozialschutz einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste aufgeführt. Der jüngere Versicherte darf keinen "besseren" Versicherungsschutz erhalten als der Ältere. Insofern werden auch medizinische Sachverständige bei der Klärung von Kausalitätsfragen im Rechtsbereich der gesetzlichen Unfallversicherung mit dem AGG konfrontiert. (Heft 02/17)   › Weiterlesen

  • Gutachtliche Bewertung der Patellaluxation

    Die Begutachtung der Patellaluxation, insbesondere im Kontext der gesetzlichen Unfallversicherungen, stellt den Gutachter nicht selten vor eine große Herausforderung. Grundsätzlich ist infolge der motorischen Verkümmerung der aktuellen Schülergeneration eine Zunahme der Patellaluxationen in der gesetzlichen Schüler-Unfallversicherung zu erwarten. (Heft 01/17)   › Weiterlesen

  • Begutachtung bei Epilepsie - Update Epileptologie. Die Entwicklung des Krankheitsbegriffs und zur Problematik des Ursachenbegriffs in der Epileptologie

    Im Jahr 2014 wurde von einer Kommission der Internationalen Liga gegen Epilepsie eine neue Definition für die Diagnose Epilepsie verabschiedet und publiziert, die den aktuellen Stand der Erkenntnis wiederspiegelt. Auf den ersten Blick ist diese neue Definition verwirrend und kann nur vor dem Hintergrund der Entwicklung des Krankheitsbegriffs der Epilepsie in der modernen Medizin verstanden werden. Auch unser Verständnis von den Ursachen einer Epilepsie hat durch die moderne Diagnostik wesentliche neue Impulse erhalten. (Heft 06/16)   › Weiterlesen

  • Begutachtung von Kindern und Jugendlichen - Begutachtung von Entwicklungsstörungen nach dem SGB XI

    Eltern von entwicklungsgestörten Kindern können in Deutschland Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nach dem SGB XI beantragen. Das Leistungsspektrum der Pflegekasse reicht dabei z. B. von Geld-, Kombinations- und Sachleistungen zur häuslichen Pflege, zusätzlichen Betreuungsleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz, Beiträgen zur sozialen Sicherung, Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen und Hilfsmitteln zur Pflege. (Heft 05/16)   › Weiterlesen

  • Probleme der Begutachtung von Personen mit zerebralen Sprachstörungen (Aphasien)

    Die Begutachtung von Menschen mit erworbenen Sprachstörungen (Aphasien) kann den Sachverständigen vor besondere Herausforderungen stellen; je nach Rechtsfrage, Art und Ausmaß der Symptome sowie etwaigen weiteren kognitiven Störungen kann eine differenzierte Untersuchung der Sprachfunktionen und möglicher Ersatzstrategien unumgänglich sein. (Heft 04/16)   › Weiterlesen

  • Brown-Séquard-Syndrom nach Sportunfall

    Eine 18jährige Schülerin stürzte im Schulsport und entwickelte nach zunächst folgenfrei scheinendem Verlauf in den nächsten Tagen ein partielles Brown-Séquard-Syndrom. Differenzialdiagnostische Erwägungen umfassen Contusio spinalis, arterielle Dissektion, Durafistel, traumatische Syringomyelie, fibrokartilaginäre Embolie und eine traumaunabhängige Multiple Sklerose. Mangels geeigneter zeitnaher Bildgebung muss sich die gutachtliche Einschätzung überwiegend auf Brückensymptome stützen. (Heft 03/16)   › Weiterlesen

  • Neubewertung der MdE bei unfallchirurgisch-orthopädischen Arbeitsunfall- und BK-Folgen in der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV)

    Zur Diskussion werden vorgestellt Vorschläge der Kommission "Gutachten" der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie zur Neubemessung der MdE-Erfahrungswerte in der gesetzlichen Unfallversicherung unter Berücksichtigung des medizinischen Fortschritts, insbesondere der Hilfsmittel, und des gewandelten Allgemeinen Arbeitsmarktes. (Heft 02/16)   › Weiterlesen

  • Begutachtung traumatischer Hirnblutungen in der privaten Unfallversicherung - alte und neue orale Antikoagulanzien

    Eine älter werdende Bevölkerung stellt auch die Begutachtung vor neue Probleme, nicht zuletzt in der privaten Unfallversicherung, die bekanntlich keine Altersbegrenzung kennt. Neben der schwierigen Eingrenzung "altersentsprechender Veränderungen" muss ein immer höherer Prozentsatz älterer Versicherter gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. In den letzten Jahren sind neue Typen von Antikoagulanzien entwickelt worden, die sich einer einfachen Bemessung von Dosis-Wirkungsbeziehung wenigstens bislang entziehen. Das filigrane System von primärer Risikobeschreibung, Ausschlussklauseln und dem Leistungsprinzip der Partialkausalität birgt für die Bewertung von traumatischen Schädelinnenraumblutungen erhebliche Schwierigkeiten. Hier einen wissenschaftlich begründeten Ansatz für die Gutachtenpraxis zu liefern, andererseits aber die Grenzen der derzeitigen Datenlage aufzuzeigen, ist Ziel des Beitrags. (Heft 01/16)   › Weiterlesen

  • Versicherungsrechtliche Prognosebeurteilung des Arthroserisikos nach vorderer Kreuzbandverletzung

    Das Anliegen einer systematischen Literaturrecherche mit anschließender Metaanalyse war es,den zeitlichen Verlauf der Entstehung einer Kniegelenksarthrose nach vorderer Kreuzbandverletzung zu ermitteln, um versicherungsrechtlich entscheiden zu können, ob und unter welchen Voraussetzungen eine zukünftige Arthroseentwicklung in eine Invaliditätsbemessung innerhalb des rechtlich maßgeblichen Dreijahreszeitraums einzubeziehen ist. (Heft 06/15)   › Weiterlesen

  • Adipositas und ihre Bewertung im Rahmen des Schwerbehindertenrechts

    Adipositas wird von Antragstellern immer wieder als Behinderungsleiden geltend gemacht. Auch von Seiten der Behindertenverbände wird mitunter die Forderung erhoben, die "Versorgungsmedizinischen Grundsätze" entsprechend zu ändern. Zwar wird in der "International Statistical Classification of Diseases and Health Problems" von 2012 (ICD-10) Adipositas als "schwere" Gesundheitsstörung aufgeführt. (Heft 05/15)   › Weiterlesen

  • DSM-5: Bedeutung für die Begutachtung

    Im Dezember 2014 ist die deutsche Ausgabe der 5. Auflage des Diagnostischen und statistischen Manuals psychischer Störungen (DSM-5) erschienen. Das DSM-5 und die darin enthaltenen Definitionen psychischer Störungen stellen somit den aktuellen medizinischen Kenntnisstand, die maßgebliche Grundlage wissenschaftlicher psychiatrischer Begutachtung dar. (Heft 04/15)   › Weiterlesen

  • Begutachtung der Lunatummalazie

    Die Lunatummalazie ist eine aseptische Knochennekrose, bei der frische und alte Frakturen, verschieden alte Pseudarthrosen sowie perifrakturelle Osteolysen und die Osteosklerose gleichzeitig vorliegen. Der Knorpel des Os lunatum ist zumindest in den Anfangsstadien nicht betroffen, der Vorgang spielt sich im Knochen ab. Ätiologisch sind Lunatumfrakturen denkbar, die zu einer Durchblutungsstörung führen, meist in der Folge einer Kompressionsfraktur. (Heft 03/15)   › Weiterlesen

  • Begutachtung der Osteochondrosis dissecans

    Eine „Osteochondrosis dissecans“ als Makrotrauma gibt es nicht. Es handelt sich um eine Schadensanlage bzw. Krankheitsdisposition, d.h. ein anlagebedingtes Leiden oder Anlageleiden, das als Ursache einer Krankheit zu werten ist. Ursächlich für die Entstehung einer Osteochondrosis dissecans sind Mikrotraumen mit Schädigung der Anastomosen zwischen den Kanalgefäßen und den metaphysären Gefäßen im Bereich der Epiphysen beim wachsenden Skelett. (Heft 01/15)   › Weiterlesen

  • Borreliose als Begutachtungsproblem

    Die Borreliose kann durch ihre symptomatologische Vielfalt und durch ihren durchaus nicht immer Lehrbuchmäßigen Verlauf mit sehr unterschiedlichen Organmanifestationen und sehr variablen Laborbefunden Probleme in der Begutachtung aufwerfen. In unserer Zeit werden jedoch sehr häufig uncharakteristische Befindlichkeitsstörungen mit positiven Borrelien-Antikörpertitern in Verbindung gebracht. Liegen entsprechende Laborbefunde vor, so scheint von Seiten der Betroffenen, ihrer behandelnden Ärzte und der Rechtsvertreter die kausale Verknüpfung nahe zu liegen. Es gilt hier jedoch, eine kritische Sicht zu bewahren und die Gesamtheit des Krankheitsbildes, den Verlauf einschließlich Labordiagnostik und schädigungsunabhängiger, besonders seelischer Faktoren sorgfältig zu evaluieren. (Heft 06/14)   › Weiterlesen

  • Begutachtung leichter Traumen der Halswirbelsäule

    Historisches und Aktuelles zum Befinden und Befund. (Heft 06/10)   › Weiterlesen

  • Epilepsie: Systematik der Begutachtung

    Die Kausalit ätsbeurteilung zwischen geltend gemachten zerebralen Krampfanfällen und einem schädigenden Ereignis stellt für den Gutachter eine besondere Herausforderung dar, da Epilepsien auch im Rahmen zahlreicher konkurrierender Ursachen auftreten können.   › Weiterlesen

  • Nierentransplantation: Probleme bei Begutachtungen im Schwerbehinderten- und Sozialen Entschädigungsrecht?

    Ziel dieser Ausführungen ist es,auf dem Boden gesicherter medizinisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse Vorschläge für eine sachgerechte GdB/MdE-Bewertung nach Eintritt der Heilungsbewährung bei Nierentransplantierten zu unterbreiten.   › Weiterlesen

Kammer-im-Blick-2016-17-Teaser

Auf 24 Seiten informiert die Broschüre über ausgewählte Ereignisse und Aktivitäten im Zeitraum 2016 bis 2017.

Die siebte Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg findet statt am 25.11.2017 um 9.30 Uhr in der KVBW. 

Weitere Informationen für Delegierte

Wichtige Informationen für Ärztinnen und Ärzte, die sich in der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen engagieren wollen.

Für unser Team suchen wir weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Hier finden Sie aktuelle Stellenangebote der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der vier Bezirksärztekammern.

Für suchtkranke Ärztinnen und Ärzte: Interventionsprogramm

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

Hier finden Sie verkehrsmedizinisch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte.

Neu: "Empfehlungen zur ärztlichen Fortbildung" vom 24.April 2015 in 4. überarbeiteter Auflage in Kraft getreten. Weitere Infos