Substitutionstherapie

Substitution Opiatabhängiger: Beigebrauch psychotroper Medikamente bei der Substitutionsbehandlung

Empfehlung des Vorstands der Landesärztekammer Baden-Württemberg

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg weist anlässlich des Drogenberichts alle Kollegen erneut darauf hin, dass eine Verordnung von Tranquilizern (Benzodiazepinen, Zolpidem u. Ä.) sowie Psychopharmaka (Antidepressiva: z. B. Doxepin oder Neuroleptika: z. B. Leponex) an abhängige Patienten nur in besonders begründeten Fällen indiziert ist.

Insbesondere opiatabhängige und mit Methadon oder Buprenophin substituierte Patienten können durch unkontrollierten Beigebrauch dieser Stoffe schwerwiegende unerwünschte Ereignisse erfahren. Sie nutzen zur Verordnung gerne Ärzte, denen sie nicht von der gleichzeitigen Opiatabhängigkeit mitteilen. Bei jedem auffälligen Verbrauch oder Verordnungswunsch, auch dritter Personen, ist an diesen lebensgefährlichen Zusammenhang zu denken und ggf. danach zu fahnden. Die Verordnung von o.g. Medikamenten sollte daher nur durch den in der Suchtmedizin erfahrenen substituierenden Arzt bzw. in enger Zusammenarbeit mit ihm erfolgen. Die Abgabe an Substituierte sollte wie bei den Substituten unter Sicht erfolgen bzw. nur die erforderliche Tagesdosis mitgegeben werden, analog zum Substitutionsmittel. Gefälligkeitsverordnungen oder Verordnungen dieser Substanzen an Abhängige ohne begründetes Behandlungskonzept können ein ärztlicher Kunstfehler sein und damit den Tatbestand einer Körperverletzung erfüllen.

letzte Änderung am 31.07.2001

Kammer-im-Blick-2016-17-Teaser

Auf 24 Seiten informiert die Broschüre über ausgewählte Ereignisse und Aktivitäten im Zeitraum 2016 bis 2017.

Die siebte Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg findet statt am 25.11.2017 um 9.30 Uhr in der KVBW. 

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