Erstellung einer Empfehlung der Bundesärztekammer zur rechtlichen Absicherung der Delegation der Vergabe von Substitutionsmitteln

Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg fordert den Vorstand der Bundesärztekammer auf, eine grundsätzliche Empfehlung zu erarbeiten, in der die Aufgaben der Ärzte bei der Delegation der Vergabe von Substitutionsmitteln im Rahmen der substitutionsgestützten Behandlung opioidabhängiger Patienten so präzise wie möglich geregelt sind. Dies betrifft die Vergabe durch Mitarbeiter in den Apotheken wie auch durch Mitarbeiter in Hospizen, Heimen und ambulanten Pflegediensten. Dies beinhaltet auch den Umfang der Unterweisung der Apotheker und des nicht ärztlichen medizinischen Personals in Hospizen, Heimen und ambulanten Pflegediensten. Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg fordert den Vorstand der Bundesärzte-kammer auf, eine einheitliche Mustervorlage für die Landesärztekammern zu erarbeiten.

Begründung:

Nach Novellierung der BtmVV und der Richtlinien der Bundesärztekammer zur substitutionsgestützten Behandlung opioidabhängiger Patienten ist das Spektrum der  Vergabeeinrichtungen von Substitutionsmittel erweitert worden. Seitens der Landesapothekerkammer Baden Württemberg wurde nun eine neue Vereinbarung vorgelegt, in der die „rechtliche und fachliche Verantwortung für das Überlassen eines Substitutionsmittels zum unmittelbaren Verbrauch“ beim Arzt verbleibt. Diese Formulierung ist zu weit gefasst. Der verordnende Arzt vermag im Rahmen der Delegation der Sichtvergabe für die korrekte Verordnung einzustehen, nicht jedoch für den weit gefassten Bereich der „Überlassung“ bei dem nach BtmVV Novellierung erweiterten Delegationsverfahren. Eine bundeseinheitliche Regelung ist angezeigt.





letzte Änderung am 27.11.2017

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