Voraussetzungen für bundesweit einheitliche duale akademische Weiterbildung der „Physician Assistants“

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg stimmt der Beschlusslage des Deutschen Ärztetags 2017 in Freiburg "PA – Physician Assistant – ein neuer Beruf im Deutschen Gesundheitswesen" insofern ausdrücklich zu, als dies dem Studiengang Physician Assistant an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) entsprechend

  • nunmehr bundeseinheitlich eine akademische Weiterbildung für Personen mit einem abgeschlossenen Ausbildungsberuf im Gesundheitswesen und idealerweise bereits nachweisbarer Berufserfahrung ist (z.B. in Kranken- / Kinderkranken- /Altenpflege, MTA, MFA bzw. NäPA, Hebamme, Notfallsanitäter, Physio-/ Ergotherapeut, Logopäde …),
  • demnach kein grundständiges Studium ist (in 8 Semestern versenkt klassisch dreijähriger Ausbildungsberuf, begleitend und ergänzend Inhalte, die zum Physician Assistant  als Bachelor-Abschluss führen),
  • Physician Assistants - klar so festgelegt - Delegationstätigkeit zur Arzt-Entlastung ausüben
  • die Studieninhalte bundeseinheitlich verbindlich sind,
  • Kompetenzen angelehnt an den Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin 2015 formuliert sind,
  • die Implementierung und Begleitung der Studiengänge in Zusammenarbeit mit Medizinischen Hochschulen und Ärztekammern erfolgt.

Begründung:

In Baden-Württemberg gab es bundesweit die ersten Modellstudiengänge "Physician Assistant" als staatlich anerkannte, organisierte und finanzierte Studiengänge an den Dualen Hochschulen.

Historisch wurden diese Studiengänge im curriculären Aufbau, orientiert an europäisch etablierten Studiengängen - zunächst an der verfassten Ärzteschaft vorbei - politisch ermöglicht.

Der Marburger Bund Baden-Württemberg hatte sich als erster Berufsverband bundesweit bereits 2010 in der Phase, in der dieser Modellstudiengang geschaffen wurde, mit dem damaligen Rektor der DHBW, Prof. Richter, den "geistigen Vätern" dieses Studienganges, Prof. Spesshardt und Prof. Schweizer zusammengesetzt. Es wurde wiederholt kontrovers inhaltlich darum gerungen, ob und wenn ja, unter welchen Rahmenbedingungen ein solcher neuer akademischer Gesundheitsberuf notwendig oder sinnvoll ist.

Man suchte dann seitens DHBW-Studiengangsleitung Zugang zum Präsidium der Landesärztekammer Baden-Württemberg und tauschte sich nach und nach intensiv aus.

In der Folge wurde dieser Studiengang und mit ihm dieser neue akademische Gesundheitsberuf auch im Ausschuss nicht ärztliche Gesundheitsberufe der Landesärztekammer Baden-Württemberg thematisiert.

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg war damit gemeinsam mit DHBW-Studiengangsleiter Prof. Dr. Marcus Hoffmann, dem Marburger Bund Baden-Württemberg, dem Präsidenten der Ärztekammer Westfalen-Lippe  sowie in Absprache mit den zuständigen Ministerien in Stuttgart frühzeitig daran beteiligt, maßgeblich über die Jahre nun das Votum des DÄT zu dem so ausgereiften Studiengang / neuen Gesundheitsberuf Physician Assistant herbeizuführen.

Somit wurde letztlich ein neues, bundesweit konsentiertes akademisches Studium im Sinne einer (dualen) Weiterbildung im Anschluss an eine mit Examen abgeschlossene Ausbildung in einem der anerkannten Gesundheitsberufe geschaffen, das als Modellstudiengang wesentlich in Baden-Württemberg entwickelt wurde. Durch dieses Studium qualifizierte Physician Assistants (PA) entlasten Ärztinnen und Ärzte insoweit, als diese Physician Assistants ärztlich eingearbeitet, angeleitet und supervidiert in Delegation definierte Aufgaben abarbeiten.

letzte Änderung am 25.07.2017

Kammer-im-Blick-2016-17-Teaser

Auf 24 Seiten informiert die Broschüre über ausgewählte Ereignisse und Aktivitäten im Zeitraum 2016 bis 2017.

Die siebte Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg findet statt am 25.11.2017 um 9.30 Uhr in der KVBW. 

Weitere Informationen für Delegierte

Wichtige Informationen für Ärztinnen und Ärzte, die sich in der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen engagieren wollen.

Für unser Team suchen wir weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Hier finden Sie aktuelle Stellenangebote der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der vier Bezirksärztekammern.

Für suchtkranke Ärztinnen und Ärzte: Interventionsprogramm

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

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Neu: "Empfehlungen zur ärztlichen Fortbildung" vom 24.April 2015 in 4. überarbeiteter Auflage in Kraft getreten. Weitere Infos