Stärkung der Notaufnahmen am Krankenhaus (26.11.2016)

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg fordert die Vertreter der Kliniken und der Kassenärztlichen Vereinigung auf, gemeinsam die Realität der ambulanten Notfallversorgung zu analysieren. Auf dieser Grundlage müssen die politisch Verantwortlichen entscheiden, welche Versorgungstiefe zu welcher Zeit an welchen Standort gefordert wird. Der Notfalldienst ist ähnlich dem Rettungsdienst ein Teil der Daseinsvorsorge. Die Aufwendungen dafür müssen solidarisch ersetzt werden außerhalb der festen Budgets der Kliniken und Niedergelassenen.


Begründung:

Die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind zunehmend belastet mit weniger schweren Notfallpatienten, die teils aus Unsicherheit, teils aus Bequemlichkeit direkt in die Klinik gehen. Allerdings ist ein Ambulanz-Bereitschaftsdienst am Krankenhaus auf der Basis der regulären KV-Vergütung nicht wirtschaftlich darstellbar, weder für eine Klinikabteilung, noch für eine niedergelassene Praxis. Daher wird eine Kliniknotaufnahme bei den heutigen Vergütungsregeln mit steigenden ambulanten Fallzahlen zunehmend unwirtschaftlich.

Die engere Zusammenarbeit der ambulanten und stationären Versorgung von Notfallpatienten, die im Versorgungsstärkungsgesetz vorgesehen ist, wird ausdrücklich begrüßt. Eine Einrichtung einer sogenannten Portalpraxis an jedem an der Versorgung teilnehmenden Krankenhaus ist allerdings unrealistisch, weder personell noch finanziell darstellbar und auch nicht versorgungsnotwendig. Die nur begrenzt verfügbaren qualifizierten Mitarbeiter in der Versorgung müssen effektiv eingesetzt werden.

letzte Änderung am 30.11.2016

Kammer-im-Blick-2016-17-Teaser

Auf 24 Seiten informiert die Broschüre über ausgewählte Ereignisse und Aktivitäten im Zeitraum 2016 bis 2017.

Die siebte Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg findet statt am 25.11.2017 um 9.30 Uhr in der KVBW. 

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