Umsetzung der Bereitstellung des Bundesmedikationsplanes in Arztinformationssysteme (26.11.2016)

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg fordert, dass technische Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur Erstellung eines Bundesmedikationsplanes in den Praxisverwaltungssystemen nicht auf Kosten der niedergelassenen Ärzteschaft erfolgt.

Begründung:

Seit Inkrafttreten des eHealth-Gesetzes am 1.10.2016 haben Patienten, die mehr als drei Medikamente einnehmen, Anspruch auf die Erstellung eines Bundesmedikationsplanes. Der Plan enthält neben der Medikation mit Wirkstoff, Handelsnamen und Indikation einen Barcode und soll mit speziellen Barcode-Scannern in die EDV eingelesen werden. Nach einer Übergangsfrist wird die Erstellung von Bundesmedikationsplänen ab dem 01.04.2017 zur Pflicht.

Die hier nicht zu diskutierende Sinnhaftigkeit des Bundesmedikationsplanes ist umstritten, die Honorierung für die Erstellung des Planes beträgt bis zu vier Euro pro Jahr pro Patient.

Die meisten Hersteller von Praxisverwaltungs- und Arztinformations-Software bieten die Umsetzung des Bundesmedikationsplanes entsprechend der gesetzlichen Vorgaben an, leiten die Kosten aber auf die niedergelassenen Ärzte weiter. Die KBV zertifiziert die Software, nimmt aber keinen Einfluss auf die Preisgestaltung. Der Kauf der entsprechenden Softwaremodule wie auch der erforderlichen Hardware (Scanner, Drucker etc.) muss von der Ärzteschaft alleine getragen werden.

Es kann nicht Aufgabe der Ärzteschaft sein, die technische Umsetzung gesetzgeberischer Vorgaben aus der eigenen Tasche zu finanzieren. Der Gesetzgeber muss ausreichende Mittel für die technische Umsetzung der Gesetzgebung zur Verfügung stellen.

letzte Änderung am 30.11.2016

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