Registrierung von Arzneimittelengpässen auf Bundesebene und eine Verpflichtung der pharmazeutischen Industrie zu hinreichender Bevorratung (24.11.2012)

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg fordert die Landes- und die Bundesregierung auf, umgehend eine öffentlich zugängliche Registrierung von Arzneimittelengpässen zu installieren.

Die gesetzliche Verpflichtung der pharmazeutischen Industrie zu hinreichender Bevorratung muss mit wirksamen Sanktionen belegt werden.


Begründung:

Die Apotheken sind vielfach nicht mehr in der Lage zeitgerecht zu liefern, weil die pharmazeutische Industrie aus überwiegend wirtschaftlichen Gründen die Produktion und die Lagerhaltung von Medikamenten eingeschränkt hat.

Die Nichtverfügbarkeit von Medikamenten auf Grund von Produktionsengpässen ist mittlerweile ein regelmäßiges Problem in der Behandlung.

Ursache hierfür ist eine Internationalisierung der Herstellung. Sobald Störungen auftreten oder aus ökonomischen Überlegungen Produktionskapazitäten eingeschränkt werden, entstehen Lieferengpässe. In der Folge muss auf teure oder weniger geeignete Medikamente ausgewichen werden. Kosten und Risiken werden Patienten, Ärztinnen und Ärzten und den Beitragszahlern übergeben.
    
Ein Veröffentlichungspflicht sollte die Industrie schon aus Imagegründen zu anderem Verhalten veranlassen. In den USA wird das Verfahren über die FDA praktiziert.

letzte Änderung am 26.11.2012

Kammer-im-Blick-2016-17-Teaser

Auf 24 Seiten informiert die Broschüre über ausgewählte Ereignisse und Aktivitäten im Zeitraum 2016 bis 2017.

Die siebte Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg findet statt am 25.11.2017 um 9.30 Uhr in der KVBW. 

Weitere Informationen für Delegierte

Wichtige Informationen für Ärztinnen und Ärzte, die sich in der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen engagieren wollen.

Für unser Team suchen wir weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Hier finden Sie aktuelle Stellenangebote der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der vier Bezirksärztekammern.

Für suchtkranke Ärztinnen und Ärzte: Interventionsprogramm

Die Verkehrsmedizin widmet sich Erkrankungen und Behinderungen, die zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen. Auch Medikamente und Drogen können die Verkehrstauglichkeit mindern.

Hier finden Sie verkehrsmedizinisch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte.

Neu: "Empfehlungen zur ärztlichen Fortbildung" vom 24.April 2015 in 4. überarbeiteter Auflage in Kraft getreten. Weitere Infos